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17.01.2014 - Schloss und Park Gaußig erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 4

Das Schloss und Park Gaußig erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 4 weist künftig Fahrtrichtung Aachen zwischen den Anschlussstellen Bautzen-West und Salzenforst sowie Fahrtrichtung Görlitz zwischen den Anschlussstellen Burkau und Uhyst a.T. jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der GBP GmbH Schloss Gaußig zugestimmt.

„Das Barockschloß Gaußig atmet in jedem Raum Geschichte und der riesige Park ist ein wunderbarer Ort zum Verweilen“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich Reisende für einen Abstecher nach Gaußig entscheiden.“
Das 1245 erstmals als Herrensitz erwähnte Schloss Gaußig ist eines der größten und architektonisch herausragendsten Schlösser der Oberlausitz. In dem mit 30 Hektar größten in Privatbesitz befindlichen Landschaftspark Sachsens im englischen Stil stehen Schloss, Orangerie, Kapelle, Pfarrhaus und Gutshof. Ausgedehnte Wiesenflächen mit mächtigen Solitärbäumen und Gehölzgruppen werden von Hochwald, prachtvollen Rhododendren und Wasserläufen begrenzt. Das von Generalmajor und Oberst Rudolph von Neitschütz um 1700 erbaute Schloss beherbergt heute zahlreiche Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Vestibül und Kaminzimmer, das Porzellankabinett mit Delfter Kacheln und Tellern aus dem 17. Jahrhundert, eine Bibliothek und der Spiegelsaal gehören zum barocken Stil der heute als Schlosshotel genutzten Anlage.
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die GBP GmbH Schloss Gaußig als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.
 
Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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