1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

01.10.2013 - Energiefabrik Knappenrode erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 4

Die Energiefabrik Knappenrode erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 4 weisen künftig in Fahrtrichtung Görlitz zwischen den Anschlussstellen Ohorn und Burkau sowie in Fahrtrichtung Aachen zwischen den Anschlussstellen Bautzen-Ost und Bautzen-West jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag des Sächsischen Industriemuseums zugestimmt.

Das Markenzeichen des Lausitzer Bergbaumuseums ist die backsteinrote Fassade der Energiefabrik Knappenrode in Hoyerswerda. Die ehemalige Brikettfabrik, 1914 vom Großindustriellen Joseph Werminghoff gegründet, ist nach der letzten Schicht vor zehn Jahren heute ein weitläufiges Museumsareal. Über und unter Tage ist ein Stück der 150 Jahre alten Geschichte des Kohleabbaus in der Lausitz bewahrt. Maschinen von musealem Wert, Pressen, Turbinen und Kohletrockner lassen sich ebenso bestaunen ebenso wie Erklärungen zur Tagebautechnik und zur Kunst des Markscheidewesens. Mehr als ein Dutzend Ausstellungs- und Erlebnisbereiche warten darauf, erkundet zu werden: Europas größte Feuerstättenausstellung mit rund 700 Exemplaren aus zehn Ländern und vier Jahrhunderten, vom verschnörkelten Jugendstilofen bis zum selbstgebauten Sparofen, die mineralogische Sammlung "Schätze der Erde" oder die Sammlung bergmännischer Grubenlampen. Liebhaber historischer Feuerwehren kommen ebenso auf ihre Kosten wie Bewunderer von Baggern, Dampfloks und Modellbahnen. Für Familien werden Draisinenfahrten ins Gelände oder eine Kletterpartie auf der Findlingspyramide angeboten.

„Die lückenlose Folge historischer Brikettier-Technik ist ein bemerkenswertes Stück sächsischer Industriegeschichte. Und die europaweit einmalige Kraftzentrale, in der drei imposante Dampfturbinen vom Können der Ingenieure und Techniker zeugen, versetzt einen zurück in die Gründerzeit“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich vorbeifahrende Touristen für einen Abstecher in die Energiefabrik Knappenrode entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist das Sächsische Industriemuseum als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

Marginalspalte

Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

  • SymbolPostanschrift:
    Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Stauffenbergallee 24
    01099 Dresden
  • SymbolTelefon:
    (+49) (0351) 81 39 19 20
  • SymbolTelefax:
    (+49) (0351) 81 39 10 99
  • Symbolpresse@lasuv.sachsen.de
© Landesamt für Straßenbau und Verkehr