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19.12.2012 - Talsperre Pöhl: Brücke über Hochwasserentlastung kann 2013 gebaut werden

Die Brücke über die Hochwasserentlastungsanlage der Talsperre Pöhl kann ab nächstem Jahr gebaut werden. Da die Brücke ein Nadelöhr für den regionalen Verkehr ist, sollen an der Straße so viele Baumaßnahmen wie möglich gleichzeitig durchgeführt werden. So können Sperrungen für Autofahrer auf ein Minimum begrenzt werden. Darauf haben sich jetzt alle Beteiligten wie die Landestalsperrenverwaltung, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das Landratsamt Vogtlandkreis und der Zweckverband Talsperre Pöhl geeinigt.

Die Straße S 297, die über die Mauerkrone der Talsperre Pöhl führt, soll mit dem Ersatzneubau zusätzlich einen Geh- und Radweg bekommen. Dieser wird insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro kosten. Die Maßnahme soll durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Diese stehen für die Schaffung einer umweltfreundlicheren Infrastruktur zur Verfügung.

Die Arbeiten für den Ersatzneubau der Brücke werden von der Landestalsperrenverwaltung durchgeführt. Sie sollen noch im Jahr 2013 beginnen und bis Sommer 2014 andauern. In diesem Zeitraum bleibt die Straße über die Mauerkrone voll gesperrt. Der Bau des Geh- und Radweges wird parallel zum Brückenbau beginnen. Nach Fertigstellung der Brücke im Frühjahr 2014 ist nur noch eine halbseitige Sperrung nötig, um den Geh- und Radweg auf der gesamten Mauerkrone fertigzustellen.

Das Landratsamt Vogtlandkreis ist Bauherr für die Weiterführung des Radweges beidseitig der Mauerkrone der Talsperre Pöhl. Gegenwärtig erfolgen dazu Untersuchungen zur Linienbestimmung im Rahmen einer Vorplanung.

Neben verkehrstechnischen Einschränkungen wird auch der Tourismusbetrieb an der Talsperre von den Bauarbeiten vorübergehend beeinträchtigt sein. Um den Tourismus und die Bauarbeiten in Einklang zu bringen, übernahm der Zweckverband Talsperre Pöhl im Vorfeld der Maßnahme die Abstimmungen mit den betroffenen Pächtern.

Bei einer Prüfung der Brücke im Jahr 2010 wurden verschiedene Schäden am Bauwerk festgestellt. So hatten sich beispielsweise Hohlstellen im Beton gebildet. Die Spannglieder der Brücke – die wichtigsten tragenden Teile der Spannbetonkonstruktion – sind korrodiert. Dadurch können sie ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Statische Berechnungen ergaben, dass die Belastung der Brücke begrenzt werden muss. Seitdem ist die Mauerkrone der Talsperre Pöhl nur noch einspurig befahrbar. Der Verkehr wird von einer Ampelanlage geregelt. Die Belastung des Bauwerks wurde auf 30 Tonnen begrenzt.

Die Straßenbrücke war mit dem Talsperrenbau 1963 aus Spannbeton errichtet worden. Sie überspannt die Hochwasserentlastungsanlage in der Mitte der Staumauer und hat eine Länge von 29 Metern. Die Landestalsperrenverwaltung untersucht das Bauwerk in regelmäßigen Abständen.

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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