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07.10.2013 - Dorfkirche Cunewalde erhält touristische Unterrichtungstafel an der A 4

Die Dorfkirche in Cunewalde erhält eine touristische Unterrichtungstafel. An der A 4 weist künftig in Fahrtrichtung Görlitz zwischen den Anschlussstellen Salzenforst und Bautzen-West eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Gemeindeverwaltung Cunewalde zugestimmt.

In Cunewalde, etwa 70 Kilometer östlich von Dresden, befindet sich mit 2.632 Sitzplätzen die größte evangelische Dorfkirche Deutschlands.  Nach schweren Kriegs- und Pestzeiten beschlossen die Menschen im Cunewalder Tal Mitte des 18. Jahrhunderts, das alte baufällige Kirchengebäude durch eine neue Dorfkirche zu ersetzen. Sie sollte so groß sein, dass es nach menschlichem Ermessen nie mehr vorkommen könne, dass jemand keinen Sitzplatz findet. Trotz häufigen Geldmangels und mit Hilfe vieler Spenden der armen Webersleute, die dafür Hypotheken auf ihre Grundstücke aufnahmen, wurde die Kirche nach 13 Jahren Bauzeit am 4. Advent 1793 mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt die Kirche unter anderem drei riesige Kronleuchter aus böhmischem Kristall und eine der vom Klang her schönsten dreimanualigen Orgeln mit 35 Registern in der Oberlausitz. Ende des Jahrhunderts schließlich wurde der Kirchturm um 31 Meter aufgestockt und bekam eine beeindruckende Spitze. Mit der klassizistischen Ausgestaltung des Dresdner Architekten Christian Friedrich Arnold und den drei großen Fenster aus Buntglas beeindruckt die Kirche von Cunewalde bis heute durch ihr außergewöhnliches Fassungsvermögen. Jedes Jahr zu Weihnachten werden die seit Jahrhunderten in Cunewalder Familien gepflegten alten Lichterpyramiden, die den Weberfamilien in damaligen Zeiten als Ersatz für zu teure Christbäume dienten, in der Christnacht entzündet.

„Die Cunewalder Dorfkirche ist ein beeindruckendes Monument der sächsischen Kirchengeschichte und noch heute ein imposanter Anblick“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit der neuen Hinweistafel an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich vorbeifahrende Touristen für einen Abstecher in die Dorfkirche Cunewalde entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafel erteilt. Im nächsten Schritt ist die Gemeindeverwaltung Cunewalde als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald das Schild gefertigt ist.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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