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29.01.2013 - Schloss Rochsburg erhält touristische Unterrichtungstafel

Das Schloss Rochsburg erhält eine weitere touristische Unterrichtungstafel. An der A72 Richtung Hof weist künftig zwischen den Anschlussstellen Rochlitz und Penig die charakteristische braune Tafel auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Gemeindeverwaltung Lunzenau zugestimmt.

„Das Schloss Rochsburg zählt zu den vielen schönen Orten in Sachsen, die es zu entdecken gilt“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Die Rochsburg atmet noch heute die Geschichte ihrer Besitzer von den Altenburger Burggrafen über die Wettiner bis hin zu der kursächsischen Adelsfamilie von Schönburg.  Mit der neuen Hinweistafel an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass auch vorbeifahrende Touristen sich für einen Abstecher in dieses Kleinod unseres Freistaates entscheiden.“

Das im späten 12. Jahrhundert gegründete Schloss Rochsburg gilt als bedeutendes  Beispiel der Renaissancearchitektur mit spätgotischen Einflüssen in Sachsen. Das Schloss ist an drei Stellen von der Zwickauer Mulde umflossen und nur über eine Zugbrücke, die den Halsgraben überspannt, zu erreichen. Mit einem 53 Meter tiefen Ziehbrunnen im hölzernen Brunnenhaus, der Burgkapelle St. Anna und einem Altar aus Sandstein weist die Rochsburg einige architektonisch bemerkenswerte Bestandteile auf. Das Schloss beherbergt heute auch ein Museum mit Einrichtungsgegenständen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafel erteilt. Im nächsten Schritt ist die Gemeindeverwaltung Lunzenau als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald das Schild gefertigt ist.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht erlaubt aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP)2011 erlassen. Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Abweichung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:

a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 m eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 km) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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