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18.12.2013 - Schloss Hartenfels erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 14

Das Schloss Hartenfels erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 14 weist künftig in Fahrtrichtung Dresden zwischen den Anschlussstellen Klinga  und Grimma sowie in Fahrtrichtung Magdeburg zwischen den Anschlussstellen Leisnig und Mutzschen jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung Torgau zugestimmt.

„Die wechselvolle Geschichte des Schloss Hartenfels und seine Rolle in der Kirche und Gesellschaft Sachsens lassen sich bis heute eindrucksvoll erleben“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich Reisende für einen Abstecher in das Schloss Hartenfels entscheiden.“

Das prachtvolle Renaissanceschloss Hartenfels in Torgau wurde im 15. und 16. Jahrhundert als Hauptresidenz der ernestinischen Linie der Wettiner errichtet. Es ist bis heute das größte vollständig erhaltene Schloss der Frührenaissance in Deutschland. Konstruktives Vorbild der architektonischen Neuinterpretation war unter anderem der Wendelstein an der spätgotischen Albrechtsburg in Meißen. Diese fast 20 Meter hohe freitragende steinerne Wendeltreppe wurde von Dresdner Bildhauern aus Elbsandstein angefertigt. Die Kapelle des Schlosses im dreistöckigen Saal des Nordflügels gilt als der erste protestantische Kirchenneubau der Welt und wurde 1544 von Martin Luther geweiht. Im 19. Jahrhundert diente das Schloss als Verwaltungsgebäude, 1970 war es Kulisse für den Märchenfilm "Dornröschen".  Im Rahmen der Stiftung Sächsische Gedenkstätten findet sich heute im Schloss ein Dokumentations- und Informationszentrum zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft. Es setzt sich mit der Rolle Torgaus als Sitz des Reichskriegsgerichts und den damit im Zusammenhang stehenden örtlichen Wehrmachtsgefängnissen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinander.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadtverwaltung Torgau als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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