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04.09.2014 - Bund und Freistaat fördern mehrere Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen hat zwei Förderbescheide über insgesamt rund 226.369 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung von zwei Bogenbrücken in Wechselburg und bei Gleisberg zur Verfügung gestellt.

Durch das Hochwasser 2013 kam es an der Gewölbe-Bogenbrücke im Zuge der Kreisstraße K 8271 in Wechselburg zu Anlandungen, Ausspülungen und Ablagerungen und Anprallschäden an den Brückenpfeilern. Die Natursteinbrücke weist Schäden im Bereich des Unterbaues an Fugen und Ausbruchstellen im Mauerwerk auf. Im Bachbett wurde das Sohlpflaster beschädigt und es sind Anlandungen und Ausspülungen sichtbar. Durch das Hochwasserereignis erfolgte eine teilweise Ausspülung und ein Abrutschen der Böschung. Für die nachhaltige Schadensbeseitigung sind Maßnahmen zur Mauerwerkinstandsetzung an der Natursteinbrücke geplant. Es erfolgt das Ersetzen der Fehlsteine und die fachgerechte Sanierung der Fugen. Anlandungen und Ablagerungen im Bereich der Brücke werden beseitigt.

Ebenfalls durch die Hochwasserabflüsse im Juni 2013 entstanden Schäden am Bachbett, an der Gewässersohle und der Gewölbebrücke am Marienbach (Gewässer 2. Ordnung) nahe der Ortslage Gleisberg, Stadt Roßwein. Die Bogenbrücke weist Schäden im Bereich Gewölbe auf. Es sind offene Mauerwerksfugen durch Fehlstellen im Mauerwerk zu verzeichnen. Im Bereich des Unterbaues sind Unterspülungen und Ausbrüche sowie offene Fugen vorhanden. Schäden im Bereich der Gründungssicherung an Fußsteinen, Fehlsteine unter dem Unterbau und teilweise lockeres Gefüge sind auf ganzer Länge beidseitig vorhanden. Vorhandene Entwässerungsleitungen sind beschädigt bzw. zerstört (Freilegung einer Leitung DN 250). Im Bereich des Marienbaches zeigen sich weitere Schadensbilder infolge abschnittsweiser Ausspülung und Abrutschen der Böschung und Anlandung, Aufspülung und vollkommene Zerstörung der Gewässersohle. Die Standsicherheit der Gewölbebrücke ist augenscheinlich gewährleistet. Für die nachhaltige Schadensbeseitigung erfolgt eine Instandsetzung der Brücke mit einer Länge von circa 20 Meter ohne Veränderung des Abflussvermögens im Bestand.
Nach Entfernung der defekten, freigespülten Leitung erfolgt eine Sicherung der Sohle durch Einsetzung von Natursteinen im Mörtelbett im Bereich der Fehlstellen. Die Sicherung des Unterbaues durch Ersetzen der Fehlsteine mit dauerhafter Befestigung und Vorschüttung mit Wasserbausteinen wird beidseitig der Widerlager geplant. Die schadhaften Mauerwerksfügen der Gewölbebrücke werden ausgeräumt und anschließend neu verfugt. Weiterhin sind im Ober- und Unterwasser Fällarbeiten für die Baufeldfreimachung und Sedimentberäumungen geplant. Für die betriebssichere Gewässerzuwegung werden ober- und unterstromseitig der Brücke Böschungstreppen mit einer Breite von jeweils einem Meter errichtet.

Die Städte und Gemeinden erhalten bis zu 100 Prozent der Schäden an kommunalen Verkehrswegen ersetzt, die das Hochwasser 2013 verursacht hatte. Sie können Gelder für den Wiederaufbau der Infrastruktur noch bis 30. Juni 2015 beantragen. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, den der Freistaat Sachsen für alle bestätigten Maßnahmen aus den jeweiligen Wiederaufbauplänen für förderunschädlich erklärt hatte, ermöglichte es den betroffenen Gemeinden und Landkreisen, dass zuerst die Instandsetzung durchgeführt und dann im Nachgang bis Mitte 2015 ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.  

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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