1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

08.11.2013 - Marienberg erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 4

Die Stadt Marienberg erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 4 weist künftig in Fahrtrichtung Görlitz zwischen den Anschlussstellen Chemnitz-Ost und Frankenberg sowie in Fahrtrichtung Aachen zwischen den Anschlussstellen Hainichen und Frankenberg jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung Marienberg zugestimmt.

Das gut 500 Jahre alte Marienberg, mit seinen 14 Ortsteilen mitten im Erzgebirge gelegen, erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 135 Quadratkilometer und gilt damit als flächenmäßig größte Stadt im Landkreis. Silberfunde verursachten einen großen Zustrom von Bergleuten, Mitte des 16. Jahrhunderts gab es bereits über 1000 Zechen im Kupfer- und Zinnbergbau im Marienberger Revier. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der heute als Bergmagazin bekannte Getreidespeicher errichtet, um die Lebenslage der ansässigen Bergleute und ihrer Familien auch in den Jahren schlechter Ernten zu sichern. Das markante Gebäude am Rand des Stadtzentrums gilt als eines der wenigen noch erhaltenen Objekte bergbaulichen Ursprungs und ist somit ein wichtiges historisches Zeugnis der Bergstadt. Bis heute fasziniert der viergeschossige Bruchsteinbau im Inneren durch eine gewaltige, sämtliche Stockwerke durchziehende Holzbalkenkonstruktion. Der historische Stadtkern ist in Anlehnung an die italienische Renaissance vollkommen rechtwinklig angelegt. Dessen Mitte bildet der große quadratische Marktplatz.

„Der Bergbau im Erzgebirge lebt bis heute in der heutigen Garnisons- und Bergstadt Marienberg fort“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich Touristen für einen Abstecher nach Marienberg entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadtverwaltung Marienberg als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.


Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

Marginalspalte

Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

  • SymbolPostanschrift:
    Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Stauffenbergallee 24
    01099 Dresden
  • SymbolTelefon:
    (+49) (0351) 81 39 19 20
  • SymbolTelefax:
    (+49) (0351) 81 39 10 99
  • Symbolpresse@lasuv.sachsen.de
© Landesamt für Straßenbau und Verkehr