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15.01.2014 - Brandis erhält touristische Unterrichtungstafel an der A 14

Brandis erhält eine touristische Unterrichtungstafel. An der A 14 weist künftig in Fahrtrichtung Magdeburg zwischen den Anschlussstellen Klinga und Naunhof  eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung Brandis zugestimmt.

Die Stadt Brandis hat eine wechselvolle und sehr alte Geschichte. Bereits vor etwa 3500 Jahren wurden Verstorbene in Hügelgräbern auf dem Brandiser Kohlenberg bestattet. Ende des 12. Jahrhunderts entstand dann eine Marktsiedlung rund um die 1121 erbaute Kirche des Magdeburger Erzbischofs. Das Bierbraurecht 1476, der Bierkrieg zwischen Brandis und Wolfshain 1621, vier große Stadtbrände im 17. Jahrhundert und die Eröffnung des Braunkohleschachtes „Gottes Segen“ 1849 waren markante Wegpunkte in der Historie der heutigen Kleinstadt in der Leipziger Tieflandsbucht. Im letzten Jahrhundert wurde Brandis durch die Bahnlinie und die nahe Autobahn zum Industriewohnort, das aus der örtlichen Ziegelindustrie entstandene Silikatwerk spielte im Wirtschaftsleben bis zur Wende die führende Rolle. Heute zeichnet sich die Stadt als Schulstandort für die Region aus. Mit 142 Hektar gehört einer der weltweit größten Solarparks auf dem ehemaligen Militärgelände ebenso zur Stadt wie einige Granitporphyrsteinbrüche, in denen unter anderem auch die Steine für das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gebrochen wurden.

„Brandis ist ein leuchtendes Beispiel für die gelungene Integration von Historie und Moderne in einer sächsischen Kleinstadt“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit der neuen Hinweistafel an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich vorbeifahrende Touristen für einen Abstecher nach Brandis entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafel erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadtverwaltung Brandis als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald das Schild gefertigt ist.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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