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14.06.2013 - Motorradstadt Zschopau erhält touristische Unterrichtungstafeln

Die Stadt Zschopau erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 4 weist künftig vor der Anschlussstelle Chemnitz-Ost in beiden Fahrtrichtungen jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadt Zschopau zugestimmt.

Die große Kreisstadt Zschopau mit knapp 10.000 Einwohnern ist als Motorradstadt weit über die Grenzen des Freistaates bekannt.  In der vom Dänen Jörgen Skafte Rasmussen gegründeten Maschinenfabrik  im Tal des Flüsschens Dischau wurde bereits 1915 unter der unter erstmaligen Verwendung der Bezeichnung DKW  ein Dampfkraftwagen entwickelt. Wenig später legte der vom Ingenieur Hugo Ruppe entwickelte Zweitaktmotor den Grundstein für die nachfolgende Motorradproduktion in Zschopau. 1922 wurde das erste Zweitaktmotorrad produziert. Im Jahr 1932 schlossen sich die großen mitteldeutschen Autounternehmen Horch, Wanderer, Audi und DKW zur Auto Union mit Sitz in Zschopau zusammen. Mit Produktionszahlen von fast 100.000 Stück war das Motorradwerk Zschopau in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zeitweise wieder wie bereits Ende der zwanziger Jahre die größte Motorradfabrik der Welt. Der Name MZ ist bis heute für viele Motorsportfans mehr Weltanschauung als profanes Fortbewegungsmittel. Berühmt sind ebenso die sportlichen Erfolge auf den Maschinen aus Zschopau, die mit zahlreichen Siegen vor allem in den sechziger Jahren aufwarten konnten.

„Die technischen Meisterleistungen, die Ingenieure mit Benzin im Blut in der Motorradstadt Zschopau entwickelten, sind bis heute in aller Welt gefragt und beliebt“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Nicht umsonst spricht man von Zschopau auch als der Wiege des Automobil- und Motorradbaus. Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass auch vorbeifahrende Touristen sich für einen Abstecher nach Zschopau entscheiden.“
 
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadtverwaltung Zschopau als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP)2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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