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22.07.2013 - Döllnitzbahn erhält touristische Unterrichtungstafeln

Die Döllnitzbahn erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 14 weisen künftig in Fahrtrichtung Magdeburg zwischen den Anschlussstellen Döbeln-Ost und Döbeln-Nord sowie in Fahrtrichtung Dresden zwischen den Anschlussstellen Grimma und Mutzschen jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadt Oschatz zugestimmt.

Die Schmalspurstrecke Mügeln - Döbeln wurde bereits 1884 eröffnet, ein Jahr später konnte der Abschnitt Mügeln - Oschatz durch die Königlich Sächsische Staatseisenbahn in Betrieb genommen werden. Die auf der 750 Millimeter schmalen Spurweite fahrenden Bahnen ergänzten das normale Eisenbahnnetz und brachten mancher, bis dato etwas "verschlafenen" Region einen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung. Nachdem der Personenreiseverkehr in den 1970er Jahren endete, wurde nur noch im Güterverkehr hauptsächlich Kaolin transportiert, zuletzt bis zu 360.000 Tonnen im Jahr. Zum 1.000 Geburtstag der Stadt Mügeln wurde die Döllnitzbahn wiederbelebt und war nach der Wende die erste privatisierte Schmalspurbahn Deutschlands. Im Dezember 1993 wurde der Betrieb auf der 17 Kilometer langen Strecke Oschatz - Mügeln - Kemmlitz durch die Döllnitzbahn GmbH von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Seit dem Wegfall des Frachttransports Ende 2001 liegt der Schwerpunkt auf dem touristischen Verkehr sowie der Schülerbeförderung. Heute fährt die Bahn zu touristisch interessanten Punkten wie dem zu einem Badesee renaturierten Kaolintagebau, Feldbahnschauanlage, Freilichtmuseum, Steinbruch, Schlösser und Natur im Mügelner Land und als Highlight mitten durch die Stadt Oschatz. Im Volksmund ist die Bahn auch als „Wilder Robert“, benannt nach einem Lokführer, bekannt.

„Die Döllnitzbahn gehört zu den großen sächsischen Attraktionen und ist für Eisenbahnfreunde eine echte Perle im Freistaat“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass auch vorbeifahrende Touristen sich für einen Abstecher zum ‚Wilden Robert‘ entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadt Oschatz als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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