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04.09.2014 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Großschirma

Die Stadt Großschirma hat einen Förderbescheid über rund 239.719 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung des Rad- und Wanderweges "Sächsische Städteroute" in der Gemarkung Großvoigtsberg zur Verfügung gestellt.

Durch die Überflutung der Freiberger Mulde kam es am linken Gewässerufer der Freiberger Mulde und des im Ortsteil Großvoigtsberg der Stadt Großschirma verlaufenden Rad- und Wanderweges zu erheblichen Abbrüchen an der Uferböschung des Prallhanges sowie zu Beschädigungen der Ufermauer. Der auf der Berme verlaufende Rad- und Wanderweg wurde vom Hochwasser so überspült, dass der gesamte, wassergebundene Oberbau des Weges bis auf das bestehende Packlager abgetragen wurde. Der Schadensbereich umfasst eine Länge von insgesamt circa 600 Meter, wobei sich die zerstörten Uferböschungen bzw. Ufermauern über eine Länge von circa 220 Meter erstecken. Die Linienführung des Rad- und Wanderweges bleibt weitestgehend erhalten. Der Weg wird in einer Breite von 2,50 Meter und einem Gesamtaufbau von 30 Zentimeter Höhe in sandgeschlämmter Schotterdecke ausgebaut. Beidseitig werden jeweils circa 50 Zentimeter breite Bankette aus einer Schottertragschicht mit Rasenansaat als Freihaltezonen bzw. zur Entwässerung ausgebildet. Die wasserseitige Böschung des Rad- und Wanderweges ist abschnittsweise sehr steil und sehr hoch. Die vorhandene Absturzsicherung wird durch ein Holzgeländer ersetzt. Um die dauerhafte Standsicherheit der zerstörten Ufermauer zu gewährleisten, werden ein bewehrter Kopfbalken mit Verankerung durch Mikrobohrpfähle im Bereich des Fundamentes vorgesetzt, die Fehlstellen der Stützwand erneuert und eingewachsene Birken entfernt. In den Bereichen der Böschungsinstandsetzung erfolgt die Sicherung des Böschungsfußes mit Fußsteinen, wobei Rückzugsorte für Fische freigelassen werden. Die Böschung selbst wird mittels begrüntem Steinsatz wieder hergestellt. Die Böschung wird mit Weidensteckhölzern begrünt. Der Böschungsanschluss erfolgt mit grobkörnigem Boden, der mit Oberboden überdeckt und mit Rasenansaat begrünt wird.

Die Städte und Gemeinden erhalten bis zu 100 Prozent der Schäden an kommunalen Verkehrswegen ersetzt, die das Hochwasser 2013 verursacht hatte. Sie können Gelder für den Wiederaufbau der Infrastruktur noch bis 30. Juni 2015 beantragen. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, den der Freistaat Sachsen für alle bestätigten Maßnahmen aus den jeweiligen Wiederaufbauplänen für förderunschädlich erklärt hatte, ermöglichte es den betroffenen Gemeinden und Landkreisen, dass zuerst die Instandsetzung durchgeführt und dann im Nachgang bis Mitte 2015 ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.  

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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