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14.06.2013 - Burg Schönfels erhält touristische Unterrichtungstafeln

Die Burg Schönfels erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 72 weist künftig vor der Anschlussstelle Zwickau-West in beiden Fahrtrichtungen jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Gemeinde Lichtentanne zugestimmt.

Die um 1200 errichtete Burg Schönfels thront über der Gemeinde Lichtentanne im Landkreis Zwickau. Auf den Grundmauern einer bereits 980 von Heinrich I. errichteten Wehranlage war die Burg über viele Jahrhunderte Feudalsitz westsächsischer Vögte, Markgrafen und Fürsten. Bis zum 16. Jahrhundert erhielt die Burg im Besitz der Familie von Weißenbach weitgreifende Ausbauten im Stil der Spätgotik und schließlich der Renaissance. Aus der ehemals wehrhaften Burg wurde eine wohnlichere Schlossanlage. Dazu gehören neben dem Bergfried eine spätgotische Bohlenstube und die Burgkapelle mit wertvollem Flügelaltar. Die Altarmalereien stammen von Mathias Crodel dem Jüngeren. Außerdem besitzt die Burg eine in Europa einmalige Schrank-Holzorgel aus der Zeit um 1730. Zahlreiche Konzerte und Vorträge, das Museum und Restaurant sowie der jährlich stattfindende Handwerker- und Töpfermarkt machen die Burg Schönfels zu einem attraktiven Besuchermagneten in der Region.

„Die Burg Schönfels ist eine der eindrucksvollsten von zahlreichen gut erhaltenen Burgen in Sachsen“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Der dort mögliche unverfälschte Einblick in das späte Mittelalter ist faszinierend. Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass auch vorbeifahrende Touristen sich für einen Abstecher zur Burg Schönfels entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Gemeinde Lichtentanne als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP)2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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