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14.07.2014 - Bund und Freistaat fördern mehrere Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 in Gersdorf

Die Gemeinde Gersdorf hat heute zwei Förderbescheide über insgesamt rund 66.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Instandsetzung der Bachmauer entlang dem Schillerweg und der Regenwasserentwässerung  am Altlußheimring zur Verfügung gestellt.

 

Durch das Hochwasser 2013 wurden die Bachmauern beidseitig des Bachlaufes entlang des Schillerweges beschädigt. Entlang des Schillerweges ist das Bachufer beidseitig mit einer Schwergewichtsmauer aus Natursteinen befestigt. Im Bereich zwischen der Fußgängerbrücke Hauptstraße 304 und der Brücke Schillerweg ist die Bachmauer mehrfach mit unterschiedlicher Auswirkung ausgespült worden. Dies trifft auf beide Seiten des Bachufers zu und betrifft insbesondere den Fuß und die Gründung der Mauer. Zur Sicherung der Bachufer und des in Fließrichtung links parallel entlang führenden Fußweges und gegenüber des befestigten Schillerweges werden die Uferbefestigungen saniert. Die beidseitig darüber befindlichen begrünten Böschungen bleiben bestehen. Gerissene Teile der Bachmauer und die durch Ausspülung des Wandfußes in der Stabilität beeinträchtigten Teile der Bachmauer sind jeweils in den betroffenen Abschnitten zurückzubauen und analog dem Bestand wieder neu zu errichten. Dazu wird eine Betonstützwand, konstruktiv bewehrt, mit einem neuen Fundament ausgeführt. Die Betonwand erhält eine Natursteinverkleidung mit entsprechender Verankerung. Die Anschlüsse an den bestehenden Teil der Bachmauer sind kraftschlüssig und oberflächenbündig auszuführen. Im Bereich des ausgespülten Wandfußes mit noch ausreichender Stabilität der Mauer ist der Fuß neu zu stabilisieren. Die Gründung wird erneuert, die Mauer ist segmentweise zu unterfahren und neu zu betonieren. Die losen Teile und Natursteine sind zu entfernen und mit angelieferten Steinen und entsprechender Verankerung in das Gefüge der Verblendung wieder einzufügen. Anschließend sind die Fugen mit einem  geeigneten Material zu verschließen. Die Arbeiten sollen noch 2014 vorgenommen werden.

 

Die ursprüngliche Straßenbaumaßnahme “Altlußheimring“ einschließlich der Straßenentwässerung verbindet die Bundesstraße B 180 mit der Kreisstraße und wurde im Jahr 2013 fertiggestellt. Bei dieser Maßnahme wurden 50 Meter Straße mit beidseitigem Bankett neu trassiert und hergestellt. Im Zuge der Straßenbaumaßnahme wurde auch die Regenentwässerung in diesem Bereich so hergestellt, dass eine ordnungsgemäße Ableitung der Regenwässer erfolgen konnte, ohne eine Gefährdung von Unterliegern zu erzielen. Abseits der Straße Altlußheimring wurden im Zuge des Straßenbaues drei Kanalschächte mit Rosteinlauf hergestellt. Die Schächte dienen der Entwässerung der angrenzenden Wiesenflächen. Durch das Hochwasserereignis im Juni 2013 wurde der Bereich zwischen den Schächten ausgespült. Auf Grund des enormen Wasseranfalls kam es zu Hangrutschungen und Ausspülungen, so dass zum einen die vorhandenen Einläufe das Wasser nicht aufnehmen und zum anderen die unterliegenden Einläufe das Wasser nicht ableiten konnten. Gleichzeitig kam es zu Verstopfungen des Kanalsystems, was ebenfalls zur Verschlimmerung der Abflusssituation beitrug. In Folge dessen kam es zu Grundstücksüberschwemmungen der Unterlieger. Der Graben wurde von Schwemmgut beräumt und profiliert. Im Graben wurde eine Rauhbettrinne mit Wasserbaupflaster hergestellt. Weiterhin erfolgte eine Dammsicherung mit Wasserbaupflaster. Zur Böschungssicherung wurden Palisaden gesetzt und Erosionsmatten verlegt. Diese Arbeiten wurden bereits im Herbst 2013 abgeschlossen.

 

Die Städte und Gemeinden erhalten bis zu 100 Prozent der Schäden an kommunalen Verkehrswegen ersetzt, die das Hochwasser 2013 verursacht hatte. Sie können Gelder für den Wiederaufbau der Infrastruktur noch bis 30. Juni 2015 beantragen. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, den der Freistaat Sachsen für alle bestätigten Maßnahmen aus den jeweiligen Wiederaufbauplänen für förderunschädlich erklärt hatte, ermöglichte es den betroffenen Gemeinden und Landkreisen, dass zuerst die Instandsetzung durchgeführt und dann im Nachgang bis Mitte 2015 ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.

 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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