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23.08.2013 - Schloss Burgk in Freital erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 17

Das Schloss Burgk in Freital erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 17 weist künftig zwischen den Anschlussstellen Dresden-Gorbitz und Dresden-Südvorstadt in beiden Fahrtrichtungen jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadt Freital zugestimmt.

Der ehemalige Herrensitz aus der Renaissance liegt am Fuße des Windbergs am Rande des Döhlener Beckens. Das Adelsgeschlecht von Zeutsch(en) übte von 1507 bis 1742 die Gerichtsherrschaft in Großburgk aus. Wegen der reichen Steinkohlevorkommen in der Region erwarb der Freiherr Carl Friedrich August Dathe von Burgk 1819 das heute unter Denkmalschutz stehende Rittergut samt dazugehörigen Steinkohleschächten. Bereits im 16. Jahrhundert existierte in Burgk der Kohlebergbau, aber erst Mitte der 1850er Jahre führten die ‚Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke‘ zu einer Modernisierung und großem Anstieg des Steinkohlebergbaus im Plauenschen Grund. Das Mundloch des heutigen Besucherbergwerks befindet sich im Schlosspark. Seit 1946 beherbergt Schloss Burgk das Freitaler Stadtmuseum mit den „Städtischen Sammlungen Freital“, die die Kunstentwicklungen in der Region Dresden zwischen 1890 und 1950 unter anderem mit neun klassischen Gemälden von Otto Dix dokumentieren. Seit 1993 befindet sich auch die Kunstsammlung von Friedrich Pappermann im Schloss, die der Dresdner Künstler dem Museum 1993 stiftete und dafür 1994 die Ehrenbürgerschaft Freitals erhielt. Das Schloss Burgk wird als Tagungs- und Veranstaltungszentrum ebenso genutzt wie für Hochzeiten. Auf dem Schlosshof finden im August die „Burgker Schlossnacht“ und zu Ostern das „Burgker Mittelalterspektakel“ statt.

„Das Freitaler Schloss Burgk ist ein Genuss für Kunstliebhaber und eine Freude für alle am Bergbau interessierten Menschen. Die Verbindung von Museum, mittelalterlichem Herrensitz und sächsischem Berggeschrey macht das Schloss zu einem lohnenswerten Ausflugsziel“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich vorbeifahrende Touristen für einen Abstecher in das Freitaler Schloss Burgk entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadt Freital als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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