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12.01.2017 - Neue S 100-Brücke über den Bindebach: Ab Montag Vollsperrung

Am kommenden Montag, den 16. Januar beginnen die Hauptbauleistungen für einen Brückenbau im Zuge der S 100, die westlich der Ortslage Koitzsch den Bindebach quert.

 

Im Zuge der regelmäßigen Straßenkontrollen durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) und des Landkreises Bautzen musste ab 2013 eine deutlich fortschreitende Rissbildung im Fahrbahnbelag der Staatsstraße festgestellt werden, die auf Standsicherheitsprobleme des Straßendammes in diesem Bereich hindeutete. Eine erste Betrachtung ergab, dass der etwa 120 Jahre alte Straßendamm sowie das Durchlassbauwerk den gewachsenen Anforderungen aus dem Straßenverkehr nicht mehr gewachsen ist. Seither wurde der Verkehr in diesem Bereich mittels einer Ampelregelung einspurig geführt.

 

Weiterführende geotechnische Untersuchungen zeigten, dass sich unter dem Straßendamm in rund 1,5 Meter Tiefe eine Torfschicht mit einer Mächtigkeit von bis zu 2,5 Metern befindet. Diese Schicht verhindert, dass die hohen Verkehrslasten setzungsfrei in den Untergrund abgeleitet werden. Das führt zu Verformungen, die den Straßenuntergrund destabilisieren.

 

Das LASuV hat intensiv verschiedene Varianten untersucht, um die S 100 gegen weitere Schäden durch den instabilen Untergrund abzusichern. So wurde neben einer Dammstabilisierung und einem Dammneubau auch die Errichtung eines niedrigen, auf Betonbohrpfählen gegründeten Brückenbauwerkes untersucht. Die Abwägung von wirtschaftlichen, ökologischen sowie Aspekten der Nachhaltigkeit zeigte, dass ein Brückenschlag über diesen sensiblen Naturbereich die beste Lösung darstellt. Die Öffnung der Bindebachaue führt zu einem dauerhaften, gefahrlosen Biotopverbund und zu einer klaren Trennung vom Straßenverkehr, der zukünftig auf einem modernen und sicheren Verkehrsweg geführt wird.

 

Die Hauptbauarbeiten beginnen mit einem Abtrag des bestehenden Straßendammes und dem Einbau der Brückenfundamente. Die Fundament der neuen Brücke bestehen aus insgesamt 34 Bohrpfählen, die bis zu 16 Meter lang sind und mittels eines Bohrpfahlgerätes eingebracht werden. Die vierfeldrige Brücke wird vor Ort hergestellt, sie wird 54 Meter lang sein (12m+15m+15+12m Stützweite). Die Arbeiten können aufgrund des beengten Baukorridors nur unter Vollsperrung durchgeführt werden. Eine örtliche Umfahrung der Baustelle ist nicht möglich, da die Errichtung einer Behelfsstraße durch die sensible Auelandschaft verboten ist.

 

Ab kommenden Montag, den 16. Januar ist die Vollsperrung der S100 in beiden Richtungen zwischen dem Abzweig S 104 (Königsbrücker Straße Richtung Reichenau) und Koitzsch erforderlich. Die Umleitung erfolgt in beiden Richtungen über die B 97 Bernsdorf (Königsbrück – Bernsdorf – Kamenz bzw. Kamenz - Bernsdorf - Königsbrück).

 

Das Bauvorhaben wird rund 1,5 Millionen Euro kosten, die durch den Freistaat Sachsen finanziert werden. Die Arbeiten sollen im Herbst 2017 abgeschlossen werden.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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