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15.06.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Meißen

Die Große Kreisstadt Meißen hat einen Förderbescheid über rund 340.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau des Triebischsteges zwischen Martinstraße und Hahnemannsplatz in Meißen zur Verfügung gestellt.

 

Der Triebischsteg ist ein öffentlicher Gehweg und verläuft parallel zur Triebisch zwischen der Martinsbrücke (Martinstraße) und der Johannesbrücke (Hahnemannsplatz) in Fließrichtung rechts. Der Steg ist als Kragkonstruktion in der vorhandenen Bebauung verankert.

 

Im Zuge der Hochwasserereignisse 2013 kam es durch das Hochwasser der Triebisch und den Rückstau der Elbe zu Schäden am Triebischsteg in Meißen. Es kam zu starken örtlichen Durchfeuchtungen. Betonabplatzungen mit freiliegender korrodierter Bewehrung, Rissbildungen an den Plattenunterseiten und Verblendbögen sowie Korrosionsschäden am Geländer und an der Geländerbefestigung wurden sichtbar. Die Schäden beeinträchtigen die Dauerhaftigkeit und zunehmend auch die Standsicherheit des Bauwerks. Die Durchleuchtungen gingen wegen vorhandener Risse besonders tief und wirkten anhaltend, so dass vorherige Rissschäden Betonabplatzungen hervorriefen. Auch durch Anprall von Treibgut wurden an bisherigen Riss- oder Hohlstellen Betonabplatzungen hervorgerufen. Die nunmehr freiliegende, ungeschützte Bewehrung korrodiert und der Zerstörungsprozess der tragenden Bauteile setzt sich beschleunigt fort.

 

Mit der hier geförderten Baumaßnahme erfolgt der Ersatzneubau des Triebischsteges als Plattenkonstruktion auf Kragbalken mit Einspannung in Bestandsgebäude. Als Überbau werden direkt begangene Fertigteilplatten aus Stahlbeton verwendet, die oberflächenfertig versetzt werden. Die Überbauplatten lagern auf Stahlbeton-Kragbalken, die in gleicher Lage wie die Bestandsbalken in die Außenwände der Bestandsgebäude eingespannt sind. Die Balken sind 0,25 Meter breit, die Auskragung beträgt rund 2 Meter. Die Balken liegen in Abständen von 1,50 Metern bis 2,30 Metern. Die Herstellung erfolgt in Ortbetonbauweise. Als nutzbare Breite wird in Anlehnung an den Bestand 2 Meter gewählt. Es handelt sich um einen Gehweg. Damit ist die Absturzsicherung mit 1 Meter Höhe auszuführen. Die Gehbahn ist als direkt begangene Betonplatte geplant. Die Straßenbauarbeiten beschränken sich deshalb auf die Anschlüsse an die Gehwege der Johannesbrücke und der Martinsbrücke.

 

Die Arbeiten sollten antragsgemäß bis Ende 2018 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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