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14.06.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Radeberg

Die Große Kreisstadt Radeberg hat einen Förderbescheid über rund 500.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau der Brücke zur Hüttermühle in Radeberg zur Verfügung gestellt.

 

Das Hüttertal ist ein Landschaftsschutzgebiet, welches östlich der Stadt Radeberg ein tief eingeschnittenes Flusstal der Großen Röder bildet. Es handelt sich bei der Maßnahme um die Erneuerung einer Brücke über die Große Röder in Radeberg. Das Bestandsbauwerk ist eine als Kulturdenkmal eingestufte Rundbogenbrücke aus Naturstein.

 

Im Zuge der Hochwasserereignisse 2013 wurde das Bestandsbauwerk durch Aus- und Unterspülungen der Auflager- und Bermenbereiche geschädigt, wodurch sich einzelne Steine aus dem Mauerwerksgefüge lösten. Das Bauwerk ist auf Grund der verschiedenen Hochwasserschäden, verbunden mit den aufgetretenen Auskolkungen, und der veralteten Bauweise stark beschädigt. Der vorhandene Brückenbogen hat keine ausreichende Leistungsfähigkeit zur Ableitung der Hochwässer der Großen Röder. Bei dem Aufstau wird die Brücke überspült und es treten Schäden an den Fahrbahnen und Fußwegen auf. Der Gewölbebogen in Natursteinmauerwerk weist zahlreiche Schäden auf Grund der vielen Hochwässer mit Ausspülungen in Mauerfugen und Verlagerungen der Steinquader auf. Die Stirnwände haben große Schäden, zeigen Ausspülungen und Verlagerungen des Granitmauerwerkes und Verschiebungen im Rundbogen mit Zersatz der Verfugungen. Die Forderungen der Standsicherheit werden nicht mehr erfüllt.

 

Mit der hier geförderten Baumaßnahme erfolgt der Ersatzneubau der Brücke. Geplant ist die Errichtung eines Rahmenbauwerks aus Stahlbeton. Zur Widerherstellung der Bestandsbauwerksoptik soll das Bauwerk mit Naturstein verkleidet und der Rundbogen zwischen den Rahmenstielen widerhergestellt werden. Der Ersatzneubau berücksichtigt eine in den Bestand ausgemittelte Gradiente und einen wesentlich erhöhten Durchflussquerschnitt unter Einbindung der angrenzenden Straßen- und Gehwegabschnitte. Die neue Konstruktion wird gebildet aus einem offenen Einfeldrahmen mit Flachgründung. Das Ersatzbauwerk wird für einen einbahnigen Verkehr bei einer Fahrbahnbreite von 3,50 Metern ausgelegt.

 

Die Arbeiten sollten antragsgemäß im Herbst 2018 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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