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25.05.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Pirna

Die Große Kreisstadt Pirna hat drei Förderbescheide über insgesamt rund 3,87 Millionen Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau einer Brücke im Zuge des Elberadweges über die Gottleuba an der Mündung der Gottleuba in die Elbe, für den Ersatzneubau einer Stützmauer entlang der S 174 in Pirna-Neundorf und für die Instandsetzung des Elberadweges linkselbisch einschließlich Bankette zur Verfügung gestellt.

 

 

Für den Ersatzneubau einer Brücke im Zuge des Elberadweges über die Gottleuba an der Mündung der Gottleuba in die Elbe stehen rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Bei dieser Brücke handelt es sich um eine Geh- und Radwegbrücke. Das Bestandsbauwerk überführt den internationalen Elberadweg über die Gottleuba und hat damit Bedeutung für die überregionale radtouristische Verbindung zwischen der Sächsischen Schweiz/ Stadt Pirna und der Landeshauptstadt Dresden. Im Zuge der Hochwasserereignisse 2013 wurde das Bestandsbauwerk vollständig überflutet und durch Treibgut beschädigt. Die Schäden am Überbau betreffen Durchfeuchtungen, Aussinterungen, Betonabplatzungen, Risse und freiliegende, korrodierte Bewehrung. An den Widerlagern sind ähnliche Schäden wie am Überbau vorhanden. Bei den Pfeilern sind neben Abplatzungen und Verwitterungserscheinungen auch Fugenausspülungen und Auskolkungen vorhanden. Mit der hier geförderten Baumaßnahme ist die Errichtung einer semi-integralen Dreifeld-Balkenbrücke mit Spannbetonüberbau geplant. Die Widerlager und Stützen werden tief gegründet. Die Anzahl der Stützen wird gegenüber dem Bestand um eine Stütze reduziert. Der Durchflussquerschnitt bleibt weitestgehend unverändert.

 

 

Mit weiteren rund 1,7 Millionen Euro Fördermitteln wird der Ersatzneubau einer Stützmauer entlang der S 174 in Pirna-Neundorf  finanziert. Die Stützmauer verläuft entlang einer innerstädtischen Hauptverkehrsstraße, die als Verbindung Pirna Stadtzentrum von und nach Pirna-Neundorf dient und überregional als S 174 die Ortschaften Bad Gottleuba-Berggießhübel erschließt. Die Stützbauwerke sind aufgrund der Dammlage zur tieferliegenden Gottleuba erforderlich.

Im Zuge des Hochwasserereignisses 2013 wurden die Stützmauern durch das wild abfließende Wasser der Gottleuba massiv beschädigt. Es kam an dem Bestandsbauwerk zu Unterspülungen der Stützbauwerke, diese führten zu Setzungen, Verschiebungen und Ausbauchungen.

Im Verlauf der Stützwand befindet sich eine durch das Hochwasser 2013 geschädigte, ebenfalls zu erneuernde Brücke (Brücke "Protzemühle"). Die Brückenflügelwände schließen beidseitig an die zu erneuernde Stützwand an, weshalb die Baumaßnahme in 2 Teilabschnitte unterteilt wird. Im Teilabschnitt 1, unterstromseitig der Brücke, soll eine Stahlbetonwand mit Mikropfahlgründung und einem Pfahlkopfbalken errichtet werden. Das neue Bauwerk verläuft parallel zur Straßenachse und schließt mit einer KappeISchrammbord am Fahrbahnrand an. Der Wandkopf erhält eine 75 Zentimeter breite Kappe mit Natursteinbord. Die Bauwerkshöhe liegt zwischen 2,35 Meter und 3,80 Meter. Die sichtbare Wandfläche hat eine Höhe von maximal 2,30 Metern. Das Bauwerk beginnt mit dem Anschluss an die neue Flügelwand des Brückenwiderlagers. Das Ende der Stützwand läuft in der Böschung aus. Die Länge des Bauwerks beträgt 37,50 Meter. Im Anschluss an die Stützwand wird bis zum Ende der Baugrenze ein Hochbord mit Bankett von 1 Meter Breite ausgebildet. Am Stützwandfuß soll eine leicht geneigte Fläche mit 1 Meter bis 1,50 Meter Breite angelegt werden. Die bestehende mit Steinsatz befestigte Uferböschung wird erhalten. Im Übergang zu dieser Böschung werden weitere Befestigungsmaßnahmen, z.B. eine Steinschüttung erforderlich. Im Teilabschnitt 2, oberstromseitig der Brücke, ist die Errichtung einer Stahlbeton-Winkelstützwand sowie einer Böschungssicherung geplant. Die Bauwerkshöhe beträgt bis 4,30 Meter. Die sichtbare Wandhöhe liegt zwischen 1 Meter und 3,10 Meter. Die Länge der Stützwand beträgt rund 150 Meter. Die Stützwand ist zu Beginn in Erdreich eingeschüttet, das Ende des Bauwerks wird an die Flügelwand des neuen Brückenwiderlagers angeschlossen.

Die Absturzsicherung auf den Kappen bilden Füllstabgeländer aus Stahl mit einer Höhe von 1 Meter und einer Verankerung mit Verbundankern. Der Handlauf wird mit Drahtseil ausgeführt. Der grundhafte Ausbau der Straße beschränkt sich auf den unmittelbaren Baugrubenbereich entlang der Stützmauer. Als Regelquerschnitt wird in Anpassung an den Bestand der Regelquerschnitt mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern gewählt. Der Straßenausbaubereich erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rund 300 Metern.

 

Die Arbeiten beider Baumaßnahmen sollten antragsgemäß im Frühjahr 2018 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

 

 

Für die Instandsetzung des Elberadweges linkselbisch einschließlich Bankette stehen der Großen Kreisstadt Pirna rund 970.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserereignis 2013 wurde der Elberadweg im Bereich zwischen Altstadt Pirna und der Stadtgrenze Stadt Wehlen vollständig überflutet. Es entstanden Schäden an der Wegebefestigung. Zur Schadensbeseitigung und Wiederherstellung der Verkehrssicherheit sollen die geschädigten Teilbereiche instand gesetzt werden.

 

Die Arbeiten sollten antragsgemäß bis Herbst 2017 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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