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23.05.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen hat zwei Förderbescheide über insgesamt rund 730.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Ersatzneubauten der Gewölbe-/Bogenbrücken über den Ottendorfer Bach im Zuge der Kreisstraße K 8250 im Ortsteil Ottendorf der Gemeinde Lichtenau und über den Aubach im Zuge der Kreisstraße K 8272 in Sachsendorf, im Ortsteil Obstmühle der Gemeinde Erlau zur Verfügung gestellt.

 

Für den Ersatzneubau der Gewölbe-/Bogenbrücke über den Ottendorfer Bach im Zuge der Kreisstraße K 8250 im Ortsteil Ottendorf der Gemeinde Lichtenau stehen rund 370.000 Euro zur Verfügung. Die K 8250 verbindet gemeinsam mit der Staatsstraße S 200 das Oberzentrum Chemnitz mit dem Mittelzentrum Mittweida und erschließt die Lichtenauer Ortsteile Ottendorf bzw. Krumbach. Das geschädigte Bauwerk ist eine einfeldrige Bogenbrücke aus Natursteinmauerwerk (Gewölbe). Die lichte Weite zwischen den Kämpfern aus Mauerwerk beträgt senkrecht zur Auflagerlinie 2,30 Meter. Die vorhandene Nutzbreite zwischen den Geländern misst 5,80 Meter bei einer Fahrbahnbreite von 4,50 Meter. Im Zuge der Hochwasserereignisse 2013 wurden die Widerlager der vorhandenen Straßenbrücke und die Sohlbefestigung unter dem Bauwerk durch tiefgründige Ausspülungen und Kolkbildungen geschädigt. Entstandene offene Mauerwerksfugen und Fehlstellen führten zu Rissen, Verdrückungen, bis zum Verlust der Dauerhaftigkeit des Bauwerkes und gefährden zunehmend die Standsicherheit der Brücke. Mit der hier geförderten Baumaßnahme wird die neue Brücke am Altstandort als einfeldrige Brücke mit einem Plattentragwerk ausgebildet. Die Stützweite des Ersatzneubaus umfasst in Straßenachsrichtung rund 5,50 Meter. Die Fahrbahnplatte wird als 40 Zentimeter dicke Stahlbetonplatte ausgebildet. Für die Unterbauten werden Widerlager mit straßenparallelen Flügeln geplant. Die Kappen besitzen eine Breite von 1,75 Metern bzw. 1,25 Metern zur Aufnahme des Gehweges bzw. Wartungssteges sowie der Geländer. Die nutzbare Gesamtbreite zwischen den Geländerinnenkanten variiert mit der Kurvenaufweitung der K 8250 zwischen 8,10 Metern und 8,44 Metern.

                                                                                    

Die Arbeiten sollen antragsgemäß bis Ende 2016 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

 

 

Mit weiteren rund 360.000 Euro Fördermitteln wird der Ersatzneubau der Gewölbe-/ Bogenbrücke über den Aubach im Zuge der Kreisstraße K 8272 in Sachsendorf, im Ortsteil Obstmühle der Gemeinde Erlau finanziert. Im Zuge des Hochwasserereignisses 2013 kam es zu erheblichen Schäden am Bauwerk. Durch den extremen Pegelanstieg staute sich der Aubach vor dem Bauwerk auf und es wurden die Mauerwerksfugen des Ziegelgewölbes ausgespült. Aufgrund des angestauten Treibgutes wurden die Ziegel der Stirnseite des Bauwerkes teilweise zerstört. Außerdem kam es zu Ausspülungen/ Ausbruch der Fugen im Natursteinwiderlager. Im Bachbett selber kam es zu Anlandungen und Beschädigungen des Sohlpflasters. Die Uferböschungen sind in Teilbereichen ausgekolkt.  Zur Schadensbeseitigung wird eine Stahlbetonbrücke als Ersatzneubau errichtet, die an beiden Stirnseiten mit einem Ziegelmauerwerk verblendet wird. Der Abflussquerschnitt wird vergrößert. Die Fahrbahn wird auf 6 Meter verbreitert. Dadurch muss auch der vorhandene Damm verbreitert werden. Die Verziehung auf die Bestandsbreite der Fahrbahn erfolgt auf einer Länge von jeweils 30 Metern.

 

Die Arbeiten sollten antragsgemäß bis Ende September 2017 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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