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19.04.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden hat zwei Förderbescheide über insgesamt rund 930.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung des Pegelhauses und der Lagerräume der Augustusbrücke sowie für den Ersatzneubau der Brücke über den Lockwitzbach im Zuge der Hermann-Conradi-Straße in Dresden zur Verfügung gestellt.

 

Für die Sanierung des Pegelhauses und der Lagerräume der Augustusbrücke in Dresden stehen rund 580.000 Euro zur Verfügung. Bei dem Gebäude handelt es sich nicht um einen klassischen Hochbau. Es erfüllt die Funktion eines Stützbauwerkes zwischen Schlossplatz und Terrassenufer. Die Gebäudedecke und der Hinterfüllbereich des Pegelhauses ist Teil der Aufenthaltsfläche im Bereich des Altstädter Widerlagers, die insbesondere durch Touristen als Aussichtsplattform genutzt wird. Im Zuge der Hochwasserereignisse 2013 wurde das Bauwerk stak beschädigt. Durch die Flutunq des Gebäudes und der Hinterfüllung wurde massiv Feuchtigkeit in die Bausubstanz eingetragen. Die daraus resultierende langanhaltende Feuchtigkeit in den Bauteilen und im Gebäudeinneren hatte das Fortschreiten der Korrosionsprozesse und Bauteilzerstörung zur Folge. Auch die Schädigung der Wände und des Wandputzes ist auf die lang anhaltende Durchfeuchtung zurückzuführen. An den Außenseiten des Gebäudes sind offene Fugenspalten, Abplatzungen und Mineralablagerungen zu verzeichnen. Die Geländer weisen einen mangelhaften Korrosionsschutz und Durchrostungen auf, an den Brüstungen sind teilweise erhebliche Abplatzungen vorhanden. Im Gebäudeinneren ist eine starke Schädigung der Decken im Erd- und Obergeschoss zu verzeichnen. Die Decken und Unterzüge weisen Hohlstellen, Risse und Abplatzungen auf. Mit der hier geförderten Baumaßnahme erfolgt die Instandsetzung des Pegel- und Lagergebäudes als Anschlussbauwerk unmittelbar unterstrom des Altstädter Brückenwiderlagers. Es werden die Decken, die Trennwände zum Pegelraum und zum Vorraum des Abfangkanals erneuert sowie die Natursteinoberfläche der Gebäudeaußenseite und die Entwässerung instand gesetzt. Der geschädigte Wandputz wird entfernt und teilweise wiederhergestellt. Außerdem muss eine Erneuerung der Deckenabdichtung der Decke und der Außenwandabdichtung erfolgen. Zudem wird der Zugang von der Westseite vergrößert. Die Arbeiten sollten antragsgemäß bis Ende 2016 abgeschlossen werden.

 

Mit weiteren 350.000 Euro Fördermitteln wird der Ersatzneubau der Brücke über den Lockwitzbach im Zuge der Hermann-Conradi-Straße finanziert. Die Brücke befindet sich im südöstlichen Teil von Dresden im Stadtgebiet Lockwitz. Als Abschnitt der Herrmann-Conradi-Straße überspannt Sie den Lockwitzbach. Infolge der Hochwasserereignisse 2013 entstanden Schäden an der Brücke. Es wurden standsicherheitsrelvante Risse im Überbau festgestellt. Auskolkungen am Fundament der Widerlager sind aufgrund der Zerstörung des Flussbettes entstanden. Durch die vollständige Überschwemmung der Brücke ist ein massiver Tragfähigkeitsverlust vorhanden und somit die Standsicherheit nicht mehr gegeben. Der geplante Neubau wird als Rahmenbauwerk ohne Überschüttung geplant, wobei die Widerlager aus Bohrpfahlwänden mit Kopfbalken gebildet werden. Die Erneuerung des Bauwerks beinhaltet auch eine Aufweitung des Brückenquerschnittes über den Lockwitzbach, um einen höheren Durchfluss zu ermöglichen. Aus diesem Grund wird auch der Überbau mit einer sehr niedrigen Bauhöhe ausgeführt, so dass der größtmögliche Durchfluss erreicht wird. Die Arbeiten sollten antragsgemäß bis Herbst 2017 abgeschlossen werden.

 

Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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