1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

24.03.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Thum

Die Stadt Thum hat einen Förderbescheid über 610.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau des Thumbachdurchlasses in der Gartenstraße zur Verfügung gestellt.

 

Gegenstand der Förderung ist der Ersatzneubau bzw. die Instandsetzung des „Thumbachdurchlasses“ in der Stadt Thum in zwei Teilbereichen. Der erste Bauabschnitt umfasst den Ersatzneubau des Durchlasses in der Gartenstraße oberhalb der Kreuzung Wiesenstraße auf einer Länge von 80 Metern. Der zweite Bauabschnitt sieht die Sanierung des im Bereich des Gymnasiums direkt am Schulgebäude entlang verlaufenden Durchlassbauwerkes auf einer Länge von 40 Metern vor. Durch das Hochwasserereignis im Juni 2013 und die wild abfließenden Wassermassen wurde das vorhandene Natursteingewölbe im Bereich der Gartenstraße sehr stark beschädigt. Es traten bereits Verwölbungen auf und teilweise sind Einbruchstellen auf der Straße vorhanden. Im Bereich des Gymnasiums wird der Bachlauf von Naturstein- bzw. stellenweise Betonwänden begrenzt. Die Wände weisen große Ausbruchstellen, Abplatzungen und ausgespülte Mauerwerksfugen auf. Die Widerlager sind unterspült und im Bereich der Gewässersohle sind großflächige Auskolkungen vorhanden. Die vorhandenen Stahlbetonabdeckplatten sind gerissen, die Bewehrung liegt frei. Der Bereich ist aufgrund des schlechten Zustandes und der daraus resultierenden Einsturzgefährdung derzeit nicht begehbar. Im Bereich der Gartenstraße wird ein Ersatzneubau des Thumbachdurchlasses als Stahlbetonrechteckprofil gebaut. Demzufolge muss auch der vorhandene Oberbau der Straße und der Gehwege komplett ersetzt werden. Im Bauabschnitt im Bereich des Gymnasiums werden Sanierungs-und Instandsetzungsmaßnahmen ausgeführt. Es erfolgen partielle Ausbesserungen der Bachsohle durch den Einbau von Setzpack aus Natursteinen. Es werden neue Stahlbetonplatten als Bachabdeckung eingebaut. Die vorhandenen Winkelstützwandelemente werden durch neue aus Stahlbeton ersetzt.

***

Die Stadt Thum hat einen weiteren Förderbescheid über 1,1 Million Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Wiederherstellung der Ufermauer und der Absturzsicherung an der Wilisch im Ortsteil Herold zur Verfügung gestellt.

 

Gegenstand der Förderung ist der Ersatzneubau der straßenstützenden Ufermauer an der Wilisch einschließlich der Absturzsicherung, beginnend in Höhe der Oberen Dorfstraße Hausnummer 36 bis zur Wartburgbrücke auf einer Länge von rund 230 Metern in der Stadt Thum OT Herold. Die Obere Dorfstraße verläuft in diesem Bereich parallel zur Wilisch. Die Abgrenzung zum tieferliegenden Fließgewässer bildet eine vorhandene Ufermauer aus Natursteinen. Im Zuge des Hochwasserereignisses im Juni 2013 wurde die vorhandene Mauer massiv beschädigt. Aufgrund der Überflutung sind hinter der Natursteinmauer Hohlräume und Ausspülungen entstanden. Der Mauerfuß wurde stark unterspült, stellenweise sind Fehlstellen und Schiefstellungen der Mauer vorzufinden. Auch die Gewässersohle wurde stark ausgespült.

 

Die neue Ufermauer wird aus Stahlbeton-Winkelstützelementen in Ortbetonbauweise mit einer Wanddicke von 30 Zentimeter errichtet. Die Stützmauer hat eine Höhe von 1,30 bis 2,20 Meter zwischen tiefer liegender Flusssohle und Straßenoberfläche. Die Mauerkrone erhält eine Stahlbetonkappe. Auf dieser wird ein neues 1,10 Meter hohes Füllstabgeländer als Absturzsicherung vorgesehen. Die Gewässersohle wird im Randbereich keilförmig mittels Wasserbaupflaster oder Setzpack naturnah angepasst. Am unmittelbaren Mauerfuß werden Fußvorlageblöcke aus frostbeständigen Natursteinen vorgesehen. Die Gemeindestraße „Obere Dorfstraße“ wird nach Durchführung der Baumaßnahme in Asphaltbauweise wieder hergestellt.***

Marginalspalte

Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

  • SymbolPostanschrift:
    Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Stauffenbergallee 24
    01099 Dresden
  • SymbolTelefon:
    (+49) (0351) 81 39 19 20
  • SymbolTelefax:
    (+49) (0351) 81 39 10 99
  • Symbolpresse@lasuv.sachsen.de
© Landesamt für Straßenbau und Verkehr