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16.03.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden hat einen Förderbescheid über rund 435.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung der Kasematten im Zuge der Elbbrückenstraße in Dresden zur Verfügung gestellt. Bei der Maßnahme handelt es sich um die Sicherung und Instandsetzung der als Kasematten bezeichneten Gewölbebögen der Großen Flutbrücke im Zuge der Elbbrückenstraße in Dresden.

 

Im Zuge der Elbbrückenstraße in Dresden befindet sich unmittelbar hinter der westlichen Ankerkammer der Elbbrücke „Blaues Wunder“ eine Gewölbebrücke, welche als Große Flutbrücke bezeichnet wird. Sie besteht aus 2 Gewölbebögen mit Widerlagern und einem Mittelpfeiler. An das westliche Widerlager schließen sich noch Böschungsflügel an, welche den weiterführenden Damm aufnehmen. Die unbewehrten Bögen sowie die Widerlager und Pfeiler bestehen aus Konglomeratbeton mit einem hohen Anteil an Granit-Bruchstein, die Fundamente aus Stampfbeton. Die Randbereiche der Bögen sowie die äußeren, seitlichen Sichtflächen der Unterbauten werden durch eine Granitvormauerung begrenzt. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1891 bis 1893 errichtet.

 

Im Zuge der Hochwasserereignisse 2013 wurde die Brücke durch das Hochwasser der Elbe beschädigt. Risse und Durchfeuchtungen wurden festgestellt. lnfolge der hochgradigen Durchfeuchtung des Bauwerks wurde das im Konglomeratbeton vorhandene Treibpotential aktiviert. Der Treibprozess ist infolge des aufgestiegenen bzw. aufgesaugten Wassers weiter gegangen. Im Ergebnis wurde eine fortschreitende Schädigung der Gewölbebögen festgestellt. Die Dauerhaftigkeit des Brückenbauwerks ist nicht mehr gegeben. Infolgedessen sind die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit der Brücke gefährdet.

 

Mit der hier geförderten Baumaßnahme wird zur Schadensbeseitigung, Wiederherstellung der Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit das Bauwerk instand gesetzt und durch zusätzliche Stahlbetonbögen verstärkt. Dabei stützen sich die neuen Bögen auf den vorhandenen Unterbauten ab. Die Fahrbahnbreite beträgt rund 10 Meter und wird durch den Straßenverkehr in 3 Spuren genutzt. Auf beiden Seiten der Fahrbahn sind Gehwege angeordnet.

 

Die Arbeiten sollten antragsgemäß bis zum Frühjahr 2017 abgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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