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09.02.2016 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Wolkenstein

Die Stadt Wolkenstein hat einen Förderbescheid über rund 2,2 Millionen Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung der Steinbogenbrücke zur Verfügung gestellt.

 

Gegenstand des Förderung ist die Sanierung der vorhandenen denkmalgeschützten Steinbogengewölbebrücke sowie die Instandsetzung eines rund 500 Meter langen Abschnittes der Heidelbachstraße in der Stadt Wolkenstein.

 

Infolge des Hochwasserereignisses im Juni 2013 kam es zu starken Schäden am Widerlagermauerwerk im Bereich der Wasserspiegellinie. Die Fugen sind hier fast vollständig ausgespült und das Mauerwerk weist Ausbrüche und Fehlstellen auf. Bei der in Richtung Wolkenstein anschließenden Heidelbachstraße wurden aufgrund der teils großen Längsneigung und fehlenden Borde die Bankette auf 100 Metern Länge durch wild abfließendes Oberflächenwasser sehr stark ausgespült. Der in Richtung B 101 führende Straßenabschnitt ist in einem schlechten Zustand und weist auf 400 Metern Länge zahlreiche Schäden am Oberbau und den Banketten auf. Das gesamte Brückenbauwerk besteht aus Natursteinmauerwerk und hat eine Bogenweite von rund 18 Metern sowie eine lichte Höhe von 9 Metern im Scheitel.

 

Das Mauerwerk der Widerlager und Flügelwände sind zu sanieren, wobei der überwiegende Teil nur einer Reinigung der Fugen von losem Mörtel und maschineller Neuverfugung bedarf. Einzelne größere Fehlstellen müssen freigestemmt bzw. komplett abgetragen und neu vermauert werden. Für die Instandsetzung der tieferen Fugenbereiche ist eine Verpressung mit Zementleim vorgesehen. Die Brüstungsmauern werden aufgrund des schlechten Zustandes und der zu geringen Höhe abgebrochen und wieder neu aufgemauert. Der Abbruch hat erschütterungsfrei und von Hand zu erfolgen. Um Anpralllasten aufnehmen zu können, werden die neuen Brüstungsmauern mit Stahlbetonkernen stabilisiert. Der Bogenrücken wird bis in die Kämpferbereiche freigelegt und mit den Widerlagerrückseiten durch eine Spritzbetonschicht abgeglichen. Darauf erfolgt eine neue Abdichtung und Hinterfüllung.

 

Der neue Trassenverlauf der Heidelbachstraße bewegt sich innerhalb des vorhandenen Straßenraumes. In Kurvenbereichen sind lokale Aufweitungen vorgesehen. Die neue Fahrbahnbreite liegt zwischen mindestens 3,75 und 4 Metern. Die nutzbare Breite von 4,25 Metern auf der Brücke wird beibehalten. Die Fahrbahn wird in der Bauweise mit Asphaltdecke auf einer Gesamtlänge von 500 Metern wieder hergestellt.

 

Die Bauarbeiten sollen antragsgemäß 2017 angeschlossen werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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