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20.07.2015 - Bund und Freistaat fördern zwei Maßnahmen zur Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Gersdorf

VORHABEN 1
Der Landkreis Zwickau hat einen weiteren Förderbescheid über rund 1 Million Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Wiederherstellung der Plattenbrücke im Zuge der K 7307 in der Ortslage Gersdorf über den Hegebach zur Verfügung gestellt.

Die Kreisstraße 7307 verläuft zwischen Lugau / Erzgebirge und Hermsdorf durch die Ortslage Gersdorf, im südöstlichen Teil des Landkreises Zwickau. Durch den im Grundriss stark gekrümmten s-förmigen Verlauf des Hegebaches in Verbindung mit dem zu geringen Durchflussquerschnitt erfolgte beim Hochwasserereignis 2013 erneut ein Aufstau und Rückstau, der zu Verwirbelungen und Auskolkungen mit Schadensbildung führte. Sowohl das Brückenbauwerk als auch das angrenzende Gelände wurde überflutet. Das bestehende Brückenbauwerk weist großflächige Durchfeuchtungsschäden mit Abplatzungen und freiliegender Bewehrung auf. Durch diese Schäden insbesondere am Überbau ist die Standsicherheit beeinträchtigt, wodurch Nutzungseinschränkungen für den Schwerverkehr vorgenommen werden mussten.

Aufgrund der festgestellten Schäden entspricht eine Instandsetzung nicht den Erfordernissen der Verkehrslasten. Die Verbesserung der Abflusssituation kann nur durch einen Ersatzneubau realisiert werden. Der Ersatzneubau wird als Stahlbetonrahmen in Ortbetonbauweise gebaut. Die lichte Weite beträgt 5 Meter, die Fahrbahnbreite zwischen den Borden 7 Meter.

Die Ausführung der Arbeiten ist antragsgemäß bis Ende 2017 geplant. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

VORHABEN 2
Zudem hat die Gemeinde Gersdorf einen weiteren Förderbescheid über rund 934.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Ersatzneubau der Stützmauer und der Brücke Marktgewölbe im Bereich der Hauptstraße 209 bis 217 am Marktplatz in der Gemeinde Gersdorf zur Verfügung gestellt.

Das Marktgewölbe unterführt den Hegebach im Bereich des Marktplatzes im Ortskern. Der Markplatz rechts des Hegebaches beinhaltet eine verkehrsberuhigte Zone mit Läden und Parkflächen. Links des Hegebaches verläuft die Kreisstraße K 7307/Hauptstraße als übergemeindliche Verbindungsstraße. Die Gesamtlänge des zu sanierenden Bereichs beträgt 150 Meter. Die Länge unterteilt sich in drei Bauabschnitte. Bei dem hier vorliegenden Fördervorhaben handelt es sich um den dritten Bauabschnitt, der im Bereich der bachrechten Bebauung Haus 209 - 217 liegt.

Beim Hochwasserereignis im Juni 2013 wurde der Marktplatz komplett überflutet. Es kam zu Ausbrüchen im Natursteinmauerwerk der Gründung und zu Rissen im Gründungsmauerwerk. Weiterhin kam es zu sehr tief ausgespülten Fugen im Bereich des Ziegelgewölbes, im Besonderen im Scheitelbereich und zu Rissen im Ziegelgewölbe. Die Standsicherheit ist infolge der Hochwasserschäden nicht mehr gewährleistet. Der im Bestand vorhandene ungünstige hydraulische Querschnitt des Bogengewölbes wird durch einen Rechteckquerschnitt als geschlossene Stahlbetonkonstruktion ersetzt. Die im Bestand variable lichte Weite beträgt bei dem geplanten Ersatzneubau 5 Meter. Unterstrom bindet das neue Bauwerk direkt an die vorhandene Brücke im Zuge der Weststraße an. Oberstrom ist ein Übergang auf einer Länge von rund 7,60 Metern zu den vorhandenen Stützwänden parallel zum Hegebach geplant. Der Übergang befindet sich im ursprünglich gedeckelten Bereich und wird offen ausgeführt.

Die Ausführung der Arbeiten ist antragsgemäß für das Jahr 2016 geplant. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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