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17.04.2015 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Gersdorf

Die Gemeinde Gersdorf erhält einen Förderbescheid über rund 1,09 Millionen Euro Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau der Brücke Marktgewölbe zur Verfügung gestellt.

„Bund, Land und Kommunen arbeiten partnerschaftlich zusammen, damit die Verkehrswege überall sicher und leistungsfähig bleiben. Das Hochwasser 2013 hat viel Schaden angerichtet. Mit der Hochwasser-Aufbauhilfe von Bund und Land kann die Gemeinde Gersdorf jetzt diese dringend notwendige Baumaßnahme durchführen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Beim Hochwasserereignis im Juni 2013 wurde der Marktplatz komplett überflutet. Es kam zu Ausbrüchen im Natursteinmauerwerk der Gründung und Rissen im Gründungsmauerbereich und im Ziegelgewölbe. Die Standsicherheit des Gewölbebereiches ist infolge der Hochwasserschäden nicht mehr gewährleistet. Das Marktgewölbe unterführt den Hegebach im Bereich des Marktplatzes. Die Gesamtlänge des zu sanierenden Bereichs beträgt 148,2 Meter. Der Ersatzneubau erfolgt als ein Stahlbetonvollrahmenbauwerk. Das neue Rechteckprofil hat eine lichte Weite von fünf Meter und eine lichte Höhe von mindestens 1,70 Meter. Mit diesem Abflussquerschnitt wird das hydraulische Verhalten wesentlich verbessert. Die Sohle wird mit Wasserbaupflaster, in Beton versetzt, befestigt. Gegenüber dem Bestand wird die Sohle zur Bachmitte bogenförmig abgesenkt und muss an den Bachverlauf ober- und unterstrom angepasst werden. Der Ersatzneubau des Marktgewölbes erfolgt im Bereich der Hauptstraße 201 bis 207. Weiterhin umfasst das Vorhaben die Verkehrsanlage zwischen Hegebach und Haus 201 bis Haus 207/209, die Erneuerung der Parkplatzzufahrt sowie die Verlegung der Bushaltestelle und den Gehweg links vom Hegebach.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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