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09.04.2015 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Mochau

Der Landkreis Mittelsachsen erhält einen weiteren Förderbescheid über nun rund 331.713 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau einer Gewölbebrücke in Mochau zur Verfügung gestellt.

„Bund, Land und Kommunen arbeiten partnerschaftlich zusammen, damit die Verkehrswege überall sicher und leistungsfähig bleiben. Das Hochwasser 2013 hat viel Schaden angerichtet. Mit der Hochwasser-Aufbauhilfe von Bund und Land kann der Landkreis Mittelsachsen jetzt auch diese dringend notwendige Baumaßnahme in Mochau durchführen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Durch das Hochwasser 2013 kam es an der Natursteingewölbebrücke im Zuge der Kreisstraße K 7515 an der Meißner Straße in Mochau zu Schäden am Unterbau und Gewölbe der Brücke. Bachbett und Böschung weisen Ausspülungen auf. Böschungsabrutschungen und Anlandungen führten zu weiteren Einengungen des ohnehin schon geringen Abflussquerschnittes des Brückenbauwerkes. Der Unterbau und das Gewölbe sind durch offene Fugen und Fehlstellen im Natursteinmauerwerk gekennzeichnet. Die angrenzenden Stützwände sind in einem schlechten Zustand. Sie weisen mehrere Risse und Fehlstellen im Mauerwerk auf. Die rechtseitige Stützwand oberstrom ist unterspült. Für eine nachhaltige Schadensbeseitigung erfolgt ein Ersatzneubau der Brücke und die Erneuerung der angrenzenden Stützwände. Am Anfang und Ende werden bogenförmige Stirnwände zum Schutz der Hinterfüllung und Straße errichtet. Somit bleibt der ursprüngliche Charakter der Brücke erhalten. Die vorhandenen Stützwände oberstromseitig werden erneuert. Die rechtsseitige Stützwand wird für ein besseres Anströmen des Brückenquerschnitts begradigt. Die neuen Stützwände werden als Stahlbetonwinkelstützwände mit Natursteinverblendung und -abdeckung gebaut.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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