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01.04.2015 - Bund und Freistaat fördern mehrere Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 in Striegistal

Die Gemeinde Striegistal hat zwei Förderbescheide über insgesamt rund 820.000 Euro sowie der Landkreis Mittelsachsen einen weiteren Förderbescheid über rund 540.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht jeweils einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung der Striegistalstraße im Ortsteil Böhringen, den Ersatzneubau der Dorfstraße und drei Durchlässe in Dittersdorf sowie den Ersatzneubau der Gewölbe-/Bogenbrücke im Zuge der Kreisstraße K 8297 in Marbach zur Verfügung gestellt.

„Bund, Land und Kommunen arbeiten partnerschaftlich zusammen, damit die Verkehrswege überall sicher und leistungsfähig bleiben. Das Hochwasser 2013 hat viel Schaden angerichtet. Mit der Hochwasser-Aufbauhilfe von Bund und Land kann die Gemeinde Striegistal und der Landkreis Mittelsachsen jetzt die dringend notwendigen Baumaßnahmen in den Striegistaler Ortsteilen beseitigen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Im Zuge des Hochwasserereignisses von Juni 2013 wurde die Striegistalstraße stark beschädigt. Sie weist gravierende Mängel an der vorhandenen Bausubstanz durch Schlaglöcher, Abbrüche der Fahrbahnränder und Unebenheiten auf. Eine gezielte, funktionsfähige Oberflächenentwässerung ist nicht mehr gegeben. Weiterhin wurden auch Tragfähigkeitsschäden, die sich in Form von Netzrissen in Verbindung mit Kornausbrüchen darstellen, festgestellt. Die Bankettbereiche sind durch die Starkregenereignisse stark ausgespült.
Die vorhandene geschädigte Asphaltdecke wird auf einer Länge von 1.650 Meter abgefräst und eine neue Asphaltdeckschicht eingebaut. In Bereichen mit gravierenden Schäden, wie Fahrbahnrandabbrüchen und ungenügender Tragfähigkeit wird die Straßenkonstruktion grundhaft erneuert. Dabei wird die ungebundene Tragschicht ausgetauscht und eine neue Asphalttragschicht eingebaut werden. Die Bankette werden standfest wiederhergestellt.

Ebenfalls durch die Hochwasserereignisse im Juni 2013 trat der Dorfbach in Dittersdorf über die Ufer und über- und unterspülte den Straßenkörper. Es kam zu einer Aufweichung des Untergrundes und damit verbunden zu vermehrten Auftreten von Netzrissen im Bereich der Fahrbahn. Im Bereich der drei vorhandenen Rohrdurchlässe überspülte das Hochwasser ebenfalls den Straßenkörper. Hier kam es zu Auswaschungen von Feinbestandteilen des Untergrundes, was Setzungen und Netzrisse im Bereich der Fahrbahn nach sich zog. Weiterhin wurde auch die Stützmauer, die sich zwischen dem zweiten und dritten Durchlass befindet und die gleichzeitig die Straße am Feuerlöschteich stützt, unterspült und weist eine Schiefstellung aus. Die unterspülten Rasengitterplatten (Ufer-und Böschungsbefestigung) werden durch eine kombinierte Stütz- und Ufermauer ersetzt. Die drei Durchlässe werden durch den Einbau von bewehrten Rahmenprofilen erneuert. Die Wiederherstellung des Straßenoberbaus erfolgt wie im Bestand auf einer Breite von vier Meter mit Asphaltdecke. Die beschädigte Stützmauer am Löschwasserteich wird abgebrochen und als Winkelstützmauer aus Stahlbeton auf einer Länge von 22,5 Meter neu errichtet.

Das Hochwasser im Juni 2013 führte zu massiven Schädigungen am Brückenbauwerk im Zuge der Kreisstraße K 8297 in Marbach. Im Kämpferbereich der Widerlager ist der Beton ausgebrochen. Fugenmörtel im Flügelmauerwerk wurde ausgewaschen. Vor den Kämpfern kam es zu bis zu 50 Zentimeter tiefen Auskolkungen. Die Sohle unter dem Bauwerk ist nicht mehr vorhanden. Das Bachbett ist durch Ausspülungen als auch Anlandungen mit Geröllansammlungen gekennzeichnet. Der Durchflussquerschnitt ist zu gering und genügt hinsichtlich der Querschnittsabmessungen nicht den hydraulischen Anforderungen. Das neue Brückenbauwerk wird als offener Rahmen in monolithischer Stahlbetonbauweise ohne Überschüttung mit einer lichten Weite von 6,25 Meter ausgeführt. Für die K 8297 ergibt sich an dieser Stelle eine Fahrbahnbreite von sechs Meter und Gehweg von 1,50 Meter. Die Fahrbahnen werden in der Bauweise mit Asphaltdecke ausgeführt.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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