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19.03.2015 - Bund und Freistaat fördern weitere Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Penig

Die Stadt Penig hat einen weiteren Förderbescheid über nun rund 404.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Instandsetzung und Befestigung des Mulde-Wanderweges zur Verfügung gestellt.

„Bund, Land und Kommunen arbeiten partnerschaftlich zusammen, damit die Verkehrswege überall sicher und leistungsfähig bleiben. Das Hochwasser 2013 hat viel Schaden angerichtet. Mit der Hochwasser-Aufbauhilfe von Bund und Land kann die Stadt Penig jetzt auch diese notwendige Baumaßnahme durchführen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Im Zuge des Hochwasserereignisses 2013 wurde das Obermaterial des Muldental-Wanderweges am Johannesbach bis auf den geschichteten Unterbau komplett auf einem Teilstück weggespült. Bäume am Fluss wurden entwurzelt und haben dabei mit den Wurzelballen Teile des Weges mitgerissen. Wanderwegbereiche wurden mit Schwemmgut angelagert. Eine Holzbrücke wurde beschädigt. Böschungen wurden durch Abrutschen schwer beschädigt. Den Weg querenden Durchlässe wurden zugesetzt. Die Instandsetzung beinhaltet den alten vorhandenen Weg sowie ein Teilabschnitt Neutrassierung. Es wird eine sandgeschlämmte Schotterdecke mit einer Breite von drei Meter hergestellt. Zur Gewährleistung der Oberflächenentwässerung auf der neuen Trasse werden Querrinnen angeordnet. Im Bereich der vorhandenen Trasse werden die zugesetzten Durchlässe erneuert, die Einlaufbereiche der Durchlässe werden befestigt. Die geschädigten Böschungen werden durch Befestigung mit Wasserbausteinen instandgesetzt. Eine Einschnittsböschung wird abschnittsweise durch Erosions-/Vegetationsschutzmatten und/oder Trockenmauern aus Felsquadern gesichert. Zur Instandsetzung der beschädigten Holzbrücke werden alle Holzbauteile (Bohlenbelag, Geländer und Tragholz) mit Ausnahme der Stahlträger und Auflager erneuert. Die Baumaßnahmen sollen zwischen April und August dieses Jahres durchgeführt werden.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden.

 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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