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09.03.2015 - Bund und Freistaat fördern mehrere Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen erhält drei Förderbescheide über insgesamt rund 1,18 Millionen Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau von zwei Brücken und einer Stützwand im Landkreis zur Verfügung gestellt.

„Bund, Land und Kommunen arbeiten partnerschaftlich zusammen, damit die Verkehrswege überall sicher und leistungsfähig bleiben. Das Hochwasser 2013 hat viel Schaden angerichtet. Mit der Hochwasser-Aufbauhilfe von Bund und Land kann der Landkreis Mittelsachsen jetzt die dringend notwendigen Baumaßnahmen an den Brückenbauten im Zuge mehrerer Kreisstraßen beseitigen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Die Gewölbebrücke in Grunau im Zuge der Kreisstraße K 7596 über den Bach Schauder wurde durch das Hochwasserereignis 2013 schwer beschädigt. Es kam zu Ausbrüchen und offenen Fugen sowie Unterspülung und Beschädigung der Gründung. Im Bachbett wurde das Sohlpflaster beschädigt. Die Böschung wurde ausgespült und es kam darüber hinaus zu Abrutschungen.
Die neue Brücke wird ab voraussichtlich Oktober dieses Jahres im Ersatzneubau als ein Wellstahlrohr mit einem Durchmesser von 3,40 Meter und einer Länge von 24,75 Meter hergestellt. Im gesamten Ausbaubereich erfolgt eine Befestigung der Bachsohle. Wegen der auftretenden großen Fließgeschwindigkeiten ist im Bauwerksbereich zudem eine Befestigung mit Wasserbaupflaster als Raupflaster in Beton erforderlich. Die Sicherung gegenüber Ausspülungen erfolgt durch zwei Herdschwellen. Die Übergänge von der Bachsohlbefestigung zum natürlichen Bachbett werden mit einer Steinschüttung gesichert. Die Baumaßnahme soll bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Das Hochwasser 2013 beschädigte auch die Bogenbrücke in Frankenau im Zuge der Kreisstraße K 8250. Es kam zu Schäden im Bereich der Mauerwerkfugen des Überbaues, zu Unterspülungen und Auskolkungen im Bereich des Unterbaues/Widerlagers und zu Rutschungen und starken Anlandungen im Bereich der Böschung und des Bachbettes. Der Überbau weist erhebliche Schäden im Bereich der Stahlbetonplatte auf. Die Ausbaulänge des neuen Brückenbauwerkes einschließlich der seitlichen Anschlussbereiche der Fahrbahn erstreckt sich über circa 81 Meter. Das Brückenbauwerk wird mit einer Fahrbahnbreite von sechs Meter und einseitigem Gehweg von zwei Meter Breite gebaut. Der Ausbau der Fahrbahn erfolgt in der Bauweise mit vollgebundenem Oberbau. Die Baumaßnahme soll zwischen Juli und Oktober dieses Jahres durchgeführt werden.

In Kunnersdorf beschädigte das Hochwasser im Juni 2013 eine Natursteinwand an der Kreisstraße K 7705. Es kam zu massiven Unterspülungen im Gründungsbereich. Die Gründung aus Beton ist stellenweise, insbesondere am Anfang der Stützwand freiliegend bzw. unterspült. Kolkschutz und Frostfreiheit sind nicht mehr gegeben. Es kam zu teilweise bis zu 15 Zentimeter tiefen Fugenausbruchstellen. Ein tragfähiger Verbund des Mauerwerks ist nicht mehr gegeben. Als Ersatzneubau wird ab April 2015 bis voraussichtlich Ende des Jahres eine Winkelstützwand aus Stahlbeton mit einer Natursteinbekleidung gebaut. Die Stützwand hat eine Länge von circa 52 Meter. Die nördliche Fahrbahnseite wird durch den Ersatzneubau der Stützwand nicht verändert. Bankett und Entwässerungsmulde bleiben erhalten. Der südliche Fahrbahnrandbereich erhält mit dem Stützwandneubau im Baubereich einen Hochbord aus Granit. Gleichfalls wird im Zuge der Straßenwiederherstellung die befestigte Fahrbahnbreite hier abschnittsweise um circa 20 Zentimeter verbreitert.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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