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23.02.2015 - Bund und Freistaat fördern erneute Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 in Colditz

Die Stadt Colditz hat erneut einen Förderbescheid über nun rund 435.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Beseitigung der Hochwasserschäden am Furtweg zur Verfügung gestellt.

„Ich freue mich, dass die Stadt Colditz mithilfe der Fördermittel von Bund und Land in die Lage versetzt wird, jetzt auch diese weiteren Hochwasserschäden zu beseitigen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Der Straßenoberbau wurde durch die Zwickauer Mulde bis zu fast vier Meter hoch überflutet und weist nunmehr erhebliche Tragfähigkeitsschäden auf. Die vorhandenen Fahrbahn- und Gehwegdecken zeigen Risse, Setzungen, Ausspülungen und Fehlstellen. Die Einrichtungen der Straßenentwässerung und -beleuchtung wurden zerstört. Außerdem hinterließ die Überflutung große Mengen an Schlamm und Geröll. Die Wiederherstellung der Straße soll auf einer Länge von circa 520 Meter mit einer grundhaften Erneuerung des Straßenoberbaus einschließlich der Straßenentwässerung erfolgen. Die Fahrbahndecke soll in einer Breite von sechs Meter in Asphaltbeton ausgeführt werden. Am Ende der einzigen Zufahrtstraße zum Gewerbegebiet Magmalor (Sackgasse) ist ein einseitiger Wendehammer vorgesehen. Im westlichen Teil des Furtweges bis zum Abzweig der Zufahrtstraße zum Gewerbegebiet sollen Gehwege mit Betonpflasterdecke angelegt werden. Außerdem ist die Reparatur der beschädigten Straßenbeleuchtung vorgesehen.

Die Baumaßnahmen begannen unmittelbar nach dem Hochwasser mit Leistungen zur Beräumung von Schlamm und Geröll sowie zur Herstellung der Befahrbarkeit. Die komplette Wiederherstellung soll im August 2016 abgeschlossen sein.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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