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30.01.2015 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 in Wermsdorf und Colditz

Die Gemeinde Wermsdorf und die Stadt Colditz haben jeweils einen Förderbescheid über insgesamt 688.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung Am Ufer in Colditz und des Berntitzer Wegs in Wermsdorf zur Verfügung gestellt.

„Ich freue mich, dass beide Städte mithilfe der Fördermittel von Bund und Land in die Lage versetzt werden können, die Schäden an den innerstädtischen Straßen zu beseitigen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Die Trag- und Deckschichten des Berntitzer Weges im Wermsdorfer Ortsteil Lampersdorf wurden durch das Hochwasser teilweise bis zu 40 Zentimeter tief ausgespült, was zur Unbefahrbarkeit der Straße führte. Die nachhaltige Schadensbeseitigung beinhaltet die grundhafte Erneuerung des Oberbaus des Weges auf einer Länge von 2.070 Meter. Die Wegoberfläche wird mit zwei Fahrspuren aus Betonstein-Vollverbundpflaster (jeweils ein Meter breit) mit wasserdurchlässigem Mittelstreifen aus Rasenverbundsteinen hergestellt. Beidseits des Weges erfolgt der Einbau eines Banketts. Weiterhin ist vorgesehen, die wegbegleitenden Entwässerungsmulden von Schlamm und ausgespülten Materialien zu beräumen. Die Gemeinde Wermsdorf hat dafür einen Zuwendungsbescheid über 381.000 Euro erhalten. Die Maßnahme soll im Zeitraum von März bis Oktober 2015 durchgeführt werden.

Das Hochwasser der Mulde im Juni 2013 überflutete die Straße „Am Ufer“ in der Stadt Colditz. Durch die hohe Fließgeschwindigkeit und Verwirbelungen des Wassers wurden Teile der Asphaltdeckschicht fort- und die Tragschicht ausgespült. Das Hochwasser hinterließ große Mengen Schlamm, der die bestehende Straßenentwässerung vollständig zusetzte. Der Straßenoberbau wird auf einer Länge von 570 Meter grundhaft erneuert und mit einer Fahrbahndecke aus Asphaltbeton versehen. Die Maßnahme beinhaltet die Erneuerung der Straßenentwässerungsanlagen und die Reparatur von Teilen der Straßenbeleuchtung. Die Stadt Colditz hat dafür einen Zuwendungsbescheid über 307.000 Euro erhalten. Die Maßnahme begann unmittelbar nach dem Hochwasser mit Leistungen zur Beräumung von Schlamm und Geröll sowie zur Notreparatur der Fahrbahn. Die komplette Wiederherstellung soll im August 2016 abgeschlossen sein.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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