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30.01.2015 - Bund und Freistaat fördern weitere Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen hat einen weiteren Förderbescheid über nun rund 511.332 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau einer Brücke an der Kreisstraße K 8273 in Crossen zur Verfügung gestellt.

„Ich freue mich, dass der Landkreis Mittelsachsen mithilfe der Fördermittel von Bund und Land in die Lage versetzt wird, jetzt die Schäden an der Brücke in Crossen zu beseitigen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Infolge des Hochwasserereignisses im Juni 2013 kam es aufgrund des zu geringen Abflussquerschnittes zum massiven Einstau der Brücke durch die abzuführenden Wassermassen des Dorfbaches. Das Bestandsbauwerk konnte die Wassermengen nicht ableiten und es führte zu einem starken Wasserrückstau. Der Unterbau wurde unterspült und beschädigt. Der Mauerwerksverband des Gewölbes wurde aufgelockert, es kam zu Steinfehlstellen und offenen Mauerwerksfugen. Die Böschungen wurden ausgespült oder es kam zu Abrutschungen. Weiterhin wurde das Sohlpflaster beschädigt. Es wird ein Ersatzneubau in Ortbetonbauweise mit Stahlbetonwiderlagern und Stahlbetonüberbau auf Betongelenken hergestellt. Die Kreisstraße wird im Ausbaubereich auf eine Fahrbahnbreite von sechs Meter aufgeweitet. Die Baumaßnahme ist in der zweiten Hälfte dieses Jahres geplant.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. 

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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