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29.01.2015 - Lärmbelastung der B2-Ortsdurchfahrt Wellaune wird untersucht

Am gestrigen Mittwoch, den 28. Januar 2015 haben sich die fachlich zuständigen Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV), des Landkreises Nordsachsen sowie der Polizeidirektion Leipzig auf Einladung des LASuV in Dresden getroffen, um über die Lärmbelastung der B2-Ortsdurchfahrt Wellaune zu beraten. Das Landratsamt hatte Ende 2014 eine verkehrsrechtliche Anordnung von Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr in der Ortslage Wellaune aus Lärmschutzgründen angestrebt, aber hierfür nicht die erforderliche Zustimmung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr erhalten.

Landratsamt und LASuV nehmen etwaige Beeinträchtigungen durch Verkehrslärm und die Begehren der Bürgerinnen und Bürger ernst. Es ist Aufgabe der Verkehrsbehörden, verantwortungsvoll die verkehrlichen und die Interessen der Bürger zu würdigen und abzuwägen. Um eine sachgerechte Beurteilung besser zu ermöglichen, wird das LASuV nun eine aktuelle Verkehrszählung vornehmen und auf deren Grundlage ein Lärmgutachten erstellen. Darauf haben sich alle Teilnehmer der heutigen Beratung verständigt.

Die Verkehrszählung wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt angestrebt, zu dem repräsentative Verkehrsverhältnisse vorliegen, also weder Ferien noch Sperrungen oder Umleitungen maßgebliche Abweichungen verursachen. Wir streben an, das Lärmgutachten im Juni 2015 fertigzustellen. Die gemeinsame Auswertung dieses Gutachtens mit den fachlich zuständigen Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV), des Landkreises Nordsachsen sowie der Polizeidirektion Leipzig soll noch im ersten Halbjahr 2015 klären, ob die gegenwärtig wegen der Ablehnung des LASuV als höhere Verkehrsbehörde ruhende Anordnung von Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr in der Ortslage Wellaune aus Lärmschutzgründen endgültig abgelehnt werden muss.

Zusatzinfo Ermittlung der Immissionswerte: Es gibt viele Einflüsse, die auf den Beurteilungspegel für Verkehrslärm einwirken. Grundlagen sind die Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV) sowie die Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen – RLS-90. Messungen würden u.a. Witterungseinflüssen und Verkehrsbelastungsschwankungen (Sommer – Winter, Werktag – Wochenende, Ferienzeiten usw.) unterliegen und keine objektgenauen und verwertbaren Ergebnisse liefern. Deshalb sind Rechenverfahren in der Verkehrslärmschutzverordnung vorgeschrieben. Die Rechenverfahren sind so konzipiert, dass in nahezu allen Fällen die Ergebnisse von Messungen unter denen von Berechnungen liegen. Es wird also grundsätzlich zu Gunsten der Lärmbetroffenen gerechnet. Die Berechnung erfolgt für jedes Haus und Stockwerk gesondert.  

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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