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23.01.2015 - Bund und Freistaat fördern weitere Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen hat einen weiteren Förderbescheid über nun rund 370.953 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau einer Brücke an der Kreisstraße K 8291 bei Kralapp zur Verfügung gestellt.

„Ich freue mich, dass der Landkreis Mittelsachsen mithilfe der Fördermittel von Bund und Land in die Lage versetzt wird, die großen Schäden an der Brücke in der Gemeinde Zettlitz zu beseitigen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Infolge des Hochwasserereignisses im Juni 2013 kam es wegen des zu geringen Abflussquerschnittes zum massiven Einstau der Brücke durch die Wassermassen. Das Sohlpflaster wurde beschädigt, die Böschungen durchfeuchtet und sowohl die Widerlager als auch die Flügelwände der Brücke ausgespült. Zudem kam es zu Abrutschungen und Anlandungen. Die Standsicherheit der Brücke ist derzeit erheblich beeinträchtigt. Das neue Brückenbauwerk wird als Ersatz für die vorhandene Brücke mit Stahlbetonrahmen und einer lichten Weite von 2,10 Meter errichtet. Auf der Gewölbebrücke ist ein einseitiger Gehweg vorgesehen. Die 6,5 Meter breite Fahrbahn wird auf einer Gesamtlänge von 64,5 Meter mit einer Asphaltdecke versehen. Im Bauwerksbereich wird die Gewässersohle mit Wasserbaupflaster befestigt. Die Böschungen werden mit Steinsatz an den Böschungsbestand verzogen und angeglichen.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. Die Fördermittel können noch bis 30. Juni 2015 beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt werden.

 

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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