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09.01.2015 - Bund und Freistaat fördern mehrere Schadensbeseitigungen nach Hochwasser 2013 in Striegistal

Die Gemeinde Striegistal erhält zwei Förderbescheide über insgesamt rund 955.503 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung der Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Etzdorf und Gersdorf sowie die Straße Am Dorfbach in Arnsdorf zur Verfügung gestellt.

„Ich freue mich, dass die Gemeinde Striegistal mithilfe der Fördermittel von Bund und Land jetzt zügig die großen Schäden an den beiden Straßen beseitigen kann,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Die Straßenoberfläche der Verbindungsstraße zwischen Etzdorf und Gersdorf wurde durch wild abfließendes Oberflächenwasser aus dem Einzugsbereich der Freiberger Mulde sowie angrenzender Felder und Grundstücksflächen bis zur Unpassierbarkeit zerstört. Sowohl die vorhandene Asphaltbefestigung als auch die unbefestigten Straßenabschnitte wurden auf einer Länge von circa 1.153 Meter unterspült, ausgebrochen und mitgerissen. Durch die extreme Durchfeuchtung des Unterbaus ist die dauerhafte Tragfähigkeit der Straße einschließlich des Untergrundes nicht mehr gewährleistet. Zudem wurden Bankette ausgespült, Böschungen abgetragen sowie Entwässerungsanlagen zerstört. Die Straße soll durchgängig mit einer drei Meter breiten Fahrbahn in Asphaltbauweise und teilweise in Ökopflaster saniert werden. Die bereits förderunschädlich begonnenen Baumaßnahmen sollen bis Sommer 2015 beendet sein.

Die Oberfläche der Straße Am Dorfbach wurde durch wild abfließendes Oberflächenwasser aus dem Dorfbach sowie angrenzender Felder und Grundstücksflächen auf einer Länge von circa 610 Meter bis zur Unpassierbarkeit zerstört. Die Asphaltbefestigung der Straße wurde unterspült, ausgebrochen und teilweise mitgerissen. In der Oberfläche der Tragschicht bildeten sich Risse, Unebenheiten und Verwerfungen. Zudem wurden Bankette ausgespült, Böschungen abgetragen und Gehwege beschädigt. Aufgrund der extremen Durchfeuchtung des Unterbaus ist die dauerhafte Tragfähigkeit der Straße einschließlich des Untergrundes ebenfalls nicht mehr gewährleistet. Die vorhandene Straßenbeleuchtung wurde ebenfalls zerstört, Masten der Beleuchtungsaufhängung unterspült. Vorhandene Kabel wurden beschädigt. Durch das reißende Wasser des Dorfbachs kam es auch zu ausgedehnten Schäden an der vorhandenen Pkw-Brücke. Aufgrund des Wassereinstaus sind das Brückenmauerwerk sowie die Stützwand und die Flügel stark ausgespült. Die vorhandenen Widerlager wurden unterspült, zerstört und sind nicht mehr tragfähig. Aufgrund des geringen Durchflussquerschnitts kam es durch Rückstauerscheinungen zu massiven Schäden an angrenzenden Gewässerbefestigungen. Der Schadensbereich der Brücke einschließlich der zugehörigen Nebenanlagen umfasst eine Länge von weiteren circa 40 Meter. Es erfolgt ein Ersatzneubau mit einer 3,50 Meter breiten Fahrbahn in Asphalt- und einem 1,50 Meter breiten, überfahrbaren Gehweg in Betonsteinpflasterbauweise sowie mit ausreichendem Abflussquerschnitt. Die Baumaßnahme soll bis Ende 2016 durchgeführt werden.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. Die Fördermittel können noch bis 30. Juni 2015 beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt werden.

 

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

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