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18.12.2014 - Bund und Freistaat fördern weitere Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Erzgebirgskreis

Der Erzgebirgskreis hat einen weiteren Förderbescheid über nun rund 715.366 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau eines Durchlasses an der Kreisstraße K 8806 in Hohndorf zur Verfügung gestellt.

„Eine funktionierende Straßenentwässerung ist die Grundlage dafür, dass die Infrastruktur keine Schäden nimmt. Brücken und Durchlässe sind zudem ein wichtiger Bestandteil aller sächsischen Straßen,“ so Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Durch das Hochwasserereignis im Juni 2013 wurde der bereits vorgeschädigte Durchlass an der Rödlitzer Straße 65b in Hohndorf nochmals sehr stark beschädigt. Der Zustand des Bauwerks wird als kritisch und nicht mehr sanierungsfähig eingeschätzt. Es soll zwischen März und November 2015 auf einer Gesamtlänge von 91,84 Meter ein Ersatzneubau als Rahmendurchlass aus Stahlbetonfertigteilen erfolgen. Der Durchlass wird an vier erforderlichen Knickpunkten abgewinkelt und erhält drei Revisionsöffnungen, welche als Zugang zu Prüfungs- und Wartungszwecken dienen und mit selbstnivellierenden Schachtabdeckungen versehen werden. Die Durchlasssohle wird als Trapezquerschnitt ausgebildet und erhält ein der hydraulischen Berechnung angepasstes Sohlgefälle. Auf den Wänden werden Kappen aus Stahlbeton hergestellt und Füllstabgeländer zur Absturzsicherung angeordnet. Bei den Einlauf- und Auslaufbauwerken handelt es sich jeweils um einen Trog aus Stahlbetonfertigteilen. In den unmittelbaren Anschlussbereichen ober- und unterstrom wird die Bachsohle mit Wasserbaupflaster befestigt und durch Kolkschutzriegel gesichert.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. Die Fördermittel können noch bis 30. Juni 2015 beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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