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08.12.2014 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Landkreis Leipzig

Der Landkreis Leipzig erhält einen Förderbescheid über rund 1.222.600 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die grundhafte Instandsetzung der Kreisstraße K 8326 in Grimma-Döben zur Verfügung gestellt.

Durch wild abfließendes Oberflächenwasser sowie anschließendes Hochwasser durch Überflutung des Muldefluters kam es im Juni 2013 im Bereich der Kreisstraße K 8326 zwischen der Einmündung zur Staatsstraße S 11 (Grimma-Nerchau) und der Einmündung Teichmühle nordöstlich von Döben zu starken Schäden und Setzungen im Bereich der Fahrbahn. Weiterhin entstanden durch das Hochwasser Abgänge in den Böschungsbereichen sowie Schäden im Bereich des Durchlassbauwerkes im unteren Bereich sowie außerdem Schäden am Brückenbauwerk im oberen Bereich der Kreisstraße. Infolge des durchnässten Bodens und der Windlast stürzten Bäume aus der Hanglage um. Aufgrund des Straßenzustandes sowie der Schäden am Hang ist die Kreisstraße derzeit nur in einer Richtung befahrbar. Die Wiederherstellung der Straße auf einer Länge von rund 718 Meter erfolgt als vollgebundener Oberbau in Asphaltbauweise. Zur Hangsicherung ist auf einer Länge von 185 Meter die Herstellung einer Stützkonstruktion geplant. In diesem Bereich werden Kaskaden aus Naturstein zur Ableitung des Niederschlags in den Teichmühlgraben errichtet. Dadurch sollen künftig Erosionen vermieden werden. Zusätzlich erfolgt die Erneuerung des Durchlassbauwerkes sowie die Instandsetzung des Brückenbauwerkes. Die Ausführung der Baumaßnahmen ist in dem Zeitraum von Juni bis Dezember 2015 geplant.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. Die Fördermittel können noch bis 30. Juni 2015 beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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