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01.12.2014 - Pferdebahn Döbeln erhält touristische Unterrichtungstafel an der A 4

Die Pferdebahn Döbeln erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 4 weist künftig in Fahrtrichtung Aachen zwischen den Anschlussstellen Berbersdorf und Hainichen sowie in Fahrtrichtung Dresden zwischen den Anschlussstellen Leisnig und Döbeln-Nord jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadt Döbeln zugestimmt.

Die deutschlandweit einzigartige Pferdebahn in Döbeln fuhr 1892 das erste Mal auf Schienen durch die Gassen der sächsischen Stadt. Über insgesamt knapp 2,5 Kilometer gab es zwischen sechs Uhr morgens und 23 Uhr abends über 60 Fahrten für täglich knapp 500 Reisende. Nachdem der automobile Verkehr auch in Döbeln zunahm, wurde die Pferdebahn Ende der 1920er Jahre eingestellt. Seit dem Sommer 2007 rollen wieder von Pferden gezogene Straßenbahnen durch Döbeln. Dieses weltweit fast einmalige Verkehrsmittel ist eine touristische Besonderheit der mittelsächsischen Stadt und Teil der Route der Sächsischen Industriekultur. Zur Freude der Döbelner und ihrer Gäste rollt die Bahn vom Frühjahr bis in den Herbst hinein an einzelnen Wochenenden vom Hauptbahnhof am 2009 eröffneten Pferdebahnmuseum vorbei durch die Altstadt bis zum Weißen Kreuz.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadt Döbeln als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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