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20.11.2014 - Bund und Freistaat fördern weitere Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen hat einen weiteren Förderbescheid über nun rund 570.617 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau einer Gewölbebrücke in der Crossener Gemeinde Erlau zur Verfügung gestellt.

Durch das Hochwasserereignis im Juni 2013 ist der Dorfbach in Erlau so stark angeschwollen, dass die gesamte Gewölbe-/Bogenbrücke aus Naturstein überflutet wurde. Es kam zu Unterspülungen des Bauwerkes und zum Ausbruch von offenen Fugen. Das Bachbett wurde beschädigt, es erfolgten Ausspülungen und gleichzeitig auch Anlandungen. Die Böschungen sind ausgespült und abgerutscht. Aufgrund der entstandenen Schäden und des geringen Durchflussquerschnittes ist ein Ersatzneubau erforderlich.

Das neue Brückenbauwerk wird als Stahlbetonrahmenkonstruktion mit Betongelenken und einer lichten Weite von 3,65 Meter ausgebildet. Die anschließenden Flügel werden ebenfalls aus Ortbeton hergestellt. Die Kreisstraße wird im Ausbaubereich auf eine Breite von sechs Meter aufgeweitet. Auf der Brücke wird Unterstrom eine Kappe mit minimaler Breite von 75 Zentimeter sowie Oberstrom eine Kappe mit einer Breite von 1,75 Meter vorgesehen. Die Nutzbreite des Gehweges Oberstrom beträgt 1,50 Meter. Widerlager und die Stützwände werden in Stahlbeton ohne zusätzliche Abdichtung ausgeführt. Auf den Widerlagern lagert die Überbauplatte auf Betongelenken. An die Widerlager binden die Stützwände an. Der Überbau wird als Stahlbetonplatte auf Betongelenken hergestellt. Im Ausbaubereich wird der Straßenquerschnitt auf zwei mal drei Meter aufgeweitet. Den seitlichen Abschluss des Überbaues und der Stützwand Unterstrom rechts bilden ein Meter hohe Füllstabgeländer aus Stahl mit Drahtseilen im Handlauf. Auf den Stützwänden Oberstrom beidseitig und unterstrom links sind ein Meter hohe Holmgeländer aus Stahl mit Drahtseilen im Handlauf angeordnet. Die Bachsohle wird im Bauwerksbereich mit 20 Zentimeter Wasserbaupflaster befestigt.

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 haben die Landkreise und die kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig 3.310 Schadensfälle in Höhe von rund 459 Millionen Euro an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Straßen) gemeldet und sich vom Freistaat Sachsen in den Wiederaufbauplänen bestätigen lassen. Zusätzlich wurde pauschal ein Betrag in Höhe von zehn Prozent aufgeschlagen. Dieser dient zur Deckung von unvorhergesehenen Ausgaben, Baupreissteigerungen und zur eigenständigen Aussteuerung der Budgets. Damit die Schadensbeseitigung in den sächsischen Landkreisen und Gemeinden unverzüglich starten konnte, hatte die Sächsische Staatsregierung die Förderunschädlichkeit ausgesprochen. So konnten alle Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung sofort angepackt werden. Die Fördermittel können noch bis 30. Juni 2015 beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt werden. 

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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