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30.10.2014 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Striegistal

Die Gemeinde Striegistal hat einen Förderbescheid über rund 543.476 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Sanierung der „Straße zur Höhe“ in Etzdorf und den Ersatzneubau der Brücke über den Steinbach zur Verfügung gestellt.

Durch wild abfließendes Oberflächenwasser im Juni 2013 wurde die Asphaltbefestigung der „Straße zur Höhe“ in Etzdorf auf einer Länge von circa 255 Meter unterspült, ausgebrochen und mitgerissen. In der Oberfläche der Tragschicht bildeten sich Risse, Unebenheiten und Verwerfungen. Zudem wurden Bankette ausgespült, Böschungen abgetragen und Gehwege beschädigt. Die vorhandene Straßenbeleuchtung wurde zerstört, Masten der Beleuchtungsaufhängung unterspült und verdrückt.
Durch das reißende Wasser des Steinbachs kam es auch zu ausgedehnten Schäden an der vorhandenen Gewölbebrücke. Aufgrund des Wassereinstaus ist das Brückenmauerwerk stark ausgespült, im Kämpferbereich befinden sich Wasserauskolkungen. Der Stirnmauerbereich ist entfestigt und zum Teil zerfallen. Im Bereich der Gewässersohle befinden sich Auskolkungen. Die vorhandenen Widerlager wurden unterspült, zerstört und sind nicht mehr tragfähig.

Die Straße wird durchgängig mit einer 4,30 Meter breiten Fahrbahn und einem 1,50 Meter breiten Gehweg saniert. Die vorhandenen, beschädigten Betonbordsteine werden durch Natursteinborde ersetzt. Die Fahrbahn wird in der Bauweise mit Asphaltdecke ausgeführt. Es erfolgt der Einbau von vier Zentimeter Asphaltdeckschicht, zehn Zentimeter Asphalttragschicht und 31 Zentimeter Frostschutzschicht. Der überfahrbare Gehweg erhält eine Befestigung in Betonsteinpflasterbauweise. Der Ersatzneubau der Brücke wird als Einfeld-Stahlbetonrahmenbrücke mit einer Spannweite von circa 3,80 Meter und einer Breite von 6,60 Meter errichtet. Die lichte Weite zwischen den Widerlagern beträgt 2,50 Meter. Der Brückenüberbau besteht aus einem 40 Zentimeter starken Stahlbetonüberbau mit beidseitigen Kappen aus Stahlbeton an den Rändern. Flügelwände schließen mit jeweils circa 2,10 Meter Länge an. Die südwestlich angrenzende, desolate Natursteinstein-Stützwand wird durch eine 7,50 Meter lange Stahlbetonwand ersetzt. Die Fahrbahn des Überbaus ist 4,60 Meter breit. Über der Stahlbetonplatte erfolgt eine Abdichtung mit einer einlagigen Bitumenschweißbahn. Der Fahrbahnaufbau besteht aus einer Gussasphalt- und einer Splittmastixasphaltschicht.

Die Städte und Gemeinden erhalten bis zu 100 Prozent der Schäden an kommunalen Verkehrswegen ersetzt, die das Hochwasser 2013 verursacht hatte. Sie können Gelder für den Wiederaufbau der Infrastruktur noch bis 30. Juni 2015 beantragen. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, den der Freistaat Sachsen für alle bestätigten Maßnahmen aus den jeweiligen Wiederaufbauplänen für förderunschädlich erklärt hatte, ermöglichte es den betroffenen Gemeinden und Landkreisen, dass zuerst die Instandsetzung durchgeführt und dann im Nachgang bis Mitte 2015 ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.  

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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