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16.10.2014 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Glauchau

Die Große Kreisstadt Glauchau hat einen Förderbescheid über rund 335.242 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für den Ersatzneubau der Brücke über den Lungwitzbach im Zuge der Scheermühlenstraße zur Verfügung gestellt.

Beim Hochwasserereignis im Juni 2013 wurde die Brücke im Bereich des Kämpfers, der Stirnseite und der Stirnwand so stark geschädigt, dass die Standsicherheit und die Dauerhaftigkeit der Brücke nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb muss die Instandsetzung der Brücke als Ersatzneubau erfolgen.

Der Ersatzneubau erfolgt nach dem Abbruch der beschädigten Bogenbrücke an gleicher Stelle. Die neue Brücke wird im Ersatzneubau als Rahmentragwerk aus Stahlbeton mit einer lichten Weite von 13 Meter und lichten Höhe von 3,84 Meter ausgeführt. Die Fahrbahnbreite beträgt 3,5 Meter und die Breite zwischen den Geländern 4,5 Meter. Die Brücke erhält einen Belag mit vier Zentimeter Asphaltdeck-, 3,5 Zentimeter Gussasphaltschutzschicht sowie 0,5 Zentimeter Bitumenschweißbahn mit Versiegelung. Der Anschluss der Straßenkonstruktion wird mit vier Zentimeter Asphaltbeton, zehn Zentimeter Asphalttragschicht und 61 Zentimeter Schottertragschicht ausgeführt. Fundamente, Widerlager und Flügelwände werden als Stahlbetonteile hergestellt. Die Widerlager der Brücke werden direkt im Dammquerschnitt des Lungwitzbaches angeordnet. Die Brückenunterseite ist bogenförmig in Anlehnung an die bestehende Bogenbrücke. Durch die bogenförmige Ausbildung der Unterseite und die Anordnung der Widerlager im Dammbereich des Baches werden der Abflussquerschnitt gegenüber Bestand vergrößert und eine maximale Freibordhöhe im Brückenscheitel erreicht. Als Absturzsicherung und Schutzeinrichtung erhält die Brücke beidseitig ein Füllstabgeländer mit Drahtseilführung im Handlauf. Als Fahrbahnbegrenzung erhält das Bauwerk Schrammborde aus Granit mit einer Höhe von 15 Zentimeter. Die Abführung des Oberflächenwassers erfolgt direkt in den Lungwitzbach über beidseitig auf der Unterstromseite angeordnete Rauhbetten und Kaskaden. Für Revisions- und Wartungszwecke werden wechselseitig Böschungstreppen von der Dammoberkannte bis zur Uferlinie angeordnet.

Die Städte und Gemeinden erhalten bis zu 100 Prozent der Schäden an kommunalen Verkehrswegen ersetzt, die das Hochwasser 2013 verursacht hatte. Sie können Gelder für den Wiederaufbau der Infrastruktur noch bis 30. Juni 2015 beantragen. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, den der Freistaat Sachsen für alle bestätigten Maßnahmen aus den jeweiligen Wiederaufbauplänen für förderunschädlich erklärt hatte, ermöglichte es den betroffenen Gemeinden und Landkreisen, dass zuerst die Instandsetzung durchgeführt und dann im Nachgang bis Mitte 2015 ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.  

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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