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08.10.2014 - Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 in Marienberg

Die Stadt Marienberg hat einen Förderbescheid über rund 401.965 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Wiederherstellung der Brücke am Wiesenweg im Ortsteil Pobershau zur Verfügung gestellt.

Durch das Hochwasserereignis im Juni 2013 kam es zu starken Schäden am Brückenbauwerk. Die Gründungen der Widerlager- und Flügelwände sowie die Gewässersohle wurden stark ausgespült. Der Überbau weist Betonabplatzungen auf, die Bewehrungseisen liegen stellenweise frei und sind stark korrodiert. Eine Instandsetzung der Brücke ist aufgrund der vorhandenen Beschädigung sowie auch aus Gründen einer nach heutigen Normen unzureichenden Tragfähigkeit nicht sinnvoll. Daher wurde förderunschädlich bereits im Frühsommer dieses Jahres ein Ersatzneubau an gleicher Stelle errichtet.

Die neue Brücke wurde mit einer gelenkig gelagerten Stahlbetonvollplatte auf Widerlagerwänden aus Stahlbeton hergestellt. Die Flügelwände wurden ober- und unterstrom als Stahlbetonschwergewichtswände in Beton ausgebildet. Die Brücke erhielt eine lichte Weite von 3,5 Meter und eine lichte Höhe von 1,45 Meter. Die Breite zwischen den Geländern beträgt nun 5,4 Meter. Ansichtsflächen wurden in Anlehnung an den Bestand mit Natursteinmauerwerk verblendet. An beiden Brückenseiten ist ein Füllstabgeländer installiert werden, welches auf der Brückenkappe verankern wurde. Als passive Schutzeinrichtung wurde an den Kappen ein 15 Zentimeter hoher Granitschrammbord errichtet. Nach Fertigstellung der Brücke und Flügelwände wurde die Gewässersohle als trocken gesetzter Steinsatz auf Filterschicht muldenförmig wieder hergestellt, um die ökologische Durchgängigkeit zu gewährleisten.

Die Städte und Gemeinden erhalten bis zu 100 Prozent der Schäden an kommunalen Verkehrswegen ersetzt, die das Hochwasser 2013 verursacht hatte. Sie können Gelder für den Wiederaufbau der Infrastruktur noch bis 30. Juni 2015 beantragen. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, den der Freistaat Sachsen für alle bestätigten Maßnahmen aus den jeweiligen Wiederaufbauplänen für förderunschädlich erklärt hatte, ermöglichte es den betroffenen Gemeinden und Landkreisen, dass zuerst die Instandsetzung durchgeführt und dann im Nachgang bis Mitte 2015 ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.  

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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