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10.06.2013 - Ab morgen Brückenbauarbeiten auf der S 72 nördlich Böhlen unter Vollsperrung

Ab dem morgigen Dienstag, den 11. Juni 2013 wird die auf der Staatsstraße 72 nördlich von Böhlen befindliche Brücke über die Pleiße umfassend instandgesetzt.

Bei den turnusmäßigen Untersuchungen des im Jahre 1953 errichteten Bauwerkes wurde Anfang 1990 erhöhte Korrosion an der Betonstahlbewehrung festgestellt. Daraufhin wurde das Bauwerk im Jahre 1991 mit neuen Kappen, einem Beschichtungssystem an den Mittellängsträgern und Spritzbeton an den Randträgern versehen. Im Ergebnis dieser Instandsetzung konnte das Brückenbauwerk weiterhin ohne Traglastbeschränkung genutzt werden. Nach über 20 Jahren sind die vorhandenen Schäden am Stahlbetontragwerk der Brücke jedoch so gravierend, dass letztendlich im vorigen Jahr das zulässige Fahrzeuggesamtgewicht auf 24 Tonnen beschränkt werden musste.

Bei der nun geplanten Instandsetzung wird das Bauwerk umfassend ertüchtigt. Insbesondere wird das Stahlbetontragwerk der Brücke verstärkt, so dass nach Abschluss der Arbeiten die Traglastbeschränkung wieder aufgehoben werden kann. Weiterhin werden im Zuge der Arbeiten z. B. Entwässerungseinrichtungen, Abdichtung, Fahrbahnbelag, Gehwege und Geländer erneuert. Zudem werden auf dem Bauwerk Betonleitwände angeordnet.

Die umfangreichen Instandsetzungsarbeiten erfordern die Vollsperrung der S 72 im Bauwerksbereich ab dem 11. Juni bis zum Dezember 2013. Der Verkehr wird über Großdeuben, die B 95 und Rötha umgeleitet. Für den Öffentlichen Personennahverkehr wird innerörtlich über die Werkstraße / Am Häuerbad eine Umleitung eingerichtet. Die Haltestellen am Kulturhaus entfallen, Ersatzhaltestellen werden in der Leipziger Straße auf Höhe Querweg eingerichtet. Fußgänger können auch während der Vollsperrung die parallel liegende Fußgängerbrücke benutzen, Radfahrer müssen im Baubereich absteigen.

Die Kosten der Maßnahme betragen rund 800.000 Euro und werden vom Freistaat Sachsen getragen.

Aus gegebenem Anlass: Die Verschiebung eines Baubeginns kann im Einzelfall sinnvoll werden, um hochwassergeschädigte Infrastruktur nicht zusätzlich durch Verkehrsbehinderungen zu belasten. Die Konsequenz einer solchen Verschiebung wäre allerdings ein Verzug einschließlich einer möglichen Stilllegung der Baustelle über eine Wintersaison, damit verbunden auch Kostensteigerungen. Die Maßnahmen des aktuellen Bauprogramms sind ausnahmslos dringend erforderlich, ihre Umsetzung wird in den Gemeinden und Landkreisen zu Recht von uns erwartet. Nach eingehender Prüfung und Abwägung haben wir uns entschieden, den Baubeginn trotz der aktuellen Hochwassersituation in vielen Teilen Sachsens für die o.g. Maßnahme nicht zu verschieben. Bestandteil dieser Abwägung war auch die Abstimmung mit der Verkehrsbehörde des zuständigen Landkreises, um Behinderungen hochwasserbedingter Rettungs- oder Umleitungswege auszuschließen.

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Siebert, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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